• +44 40 8873432
  • info@maniva.com

Hier bloggen für Euch

Quando: “Bitterstoffe – ein Quäntchen täglich versüßt das Leben”

by Nadia Beyer |Nov 16, 2015 |0 | Meinungen & Presse
quando-04-2015-bitterstoffen

Quando Ausgabe 04/2015 (auf das Bild klicken für Vollbild)

Ausbildungsbericht “Ernährungstherapie” Teil 5 | – Ernährung nach den 5 Elementen (2.0)

by Carrots & Coffee College |Sep 30, 2015 |0 | Ausbildung, Ernährungstipps

Im Zuge der Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin hatte ich ja bereits im letzten Jahr einen Beitrag zum Thema 5-Elemente-Ernährung geschrieben. Damals ging es in erster Linie um die Grundphilosophie der TCM – sozusagen um eine kleine Einführung. Heute möchte ich das Thema aus der jetzigen Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungstherapeutin nochmal aufgreifen, und diesmal ging es richtig rund (im wahrsten Wortsinn, wie ihr gleich sehen werdet). READ MORE

Die Ernährung nach den 5 Elementen // Carrots & Coffee Radio #9

by Carrots & Coffee College |Sep 9, 2015 |0 | Podcast

Carrots & Coffee Radio

Wenn Ihr schon immer wissen wolltet, was es mit Yin & Yang, vorgeburtlichen Qi und den 5 Wandlungsphasen auf sich hat und was das Ganze vor allem mit Ernährung zu tun hat, dann seid gerne wieder dabei! Wir hoffen, auch diesmal sind wieder wertvolle Anregungen für Euch dabei. Und jetzt viel Spaß beim Lauschen!

 

 

 

 

 

 

Ausbildungsbericht "Ernährungstherapie" Teil 5 | – Ernährung nach den 5 Elementen (2.0)

by Stephannie Stewart |Aug 6, 2015 |0 | Ernährungstipps | , , ,

Im Zuge der Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin hatte ich ja bereits im letzten Jahr einen Beitrag zum Thema 5-Elemente-Ernährung geschrieben. Damals ging es in erster Linie um die Grundphilosophie der TCM – sozusagen um eine kleine Einführung. Heute möchte ich das Thema aus der jetzigen Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungstherapeutin nochmal aufgreifen, und diesmal ging es richtig rund (im wahrsten Wortsinn, wie ihr gleich sehen werdet). Fakt ist, dass TCM ein sehr komplexes Thema ist – eine Wissenschaft für sich, die sehr in die Tiefe geht. Und genau das macht es so spannend.

Ziel ist ja in der TCM immer, Yin und Yang in Gleichgewicht zu bringen…wir erinnern uns (…oder auch nicht, darum schreib ich es noch einmal ;)):

Yang steht für vor allem für Wärme. Yang regt an, trocknet, dynamisiert, hebt empor. Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Nelke, Kaffee, Alkohol und Fleisch sind sehr yang.

Yin ist im Gegensatz dazu kühl und kalt. Yin beruhigt, verlangsamt, befeuchtet, leitet nach unten und verdichtet. Rohkost, Salate, Bananen, Säfte, Milchprodukte und Pfefferminz zum Beispiel sind Yin.

Und dann gibt es da ja noch die Lehre von den 5 Wandlungsphasen/ Elementen – dazu mal eine Abbildung:

Es gibt jede Menge Regeln in der TCM und eine davon ist die Beachtung der Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Elementen. Eine wichtige Beziehung unter den Elementen beschreibt der sogenannte Fütterungszyklus, auch Mutter-Kind-Zyklus genannt. Nach ihm wird sowohl gekocht als auch Krankheiten behandelt bzw. Organe gestärkt oder entlastet. Hier mal ein paar Lebensmittel, die den einzelnen Elemente zugeordnet werden können (ist natürlich nicht vollständig ;)):

  • Feuer (bitter): Bitterkräuter, Rosmarin, Radicchio, Orangenschale, Alkohol, grüner Tee
  • Erde (süß): Kartoffeln, viele Getreidesorten, Kürbis, Eier, viele Nüsse, Öl, Butter, Samen, Avocado
  • Metall (scharf): die meisten Gewürze, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Pfefferminztee
  • Wasser (salzig): Salz, Meeresalgen, Meeresfrüchte, Fisch
    Holz (sauer): frische Kräuter, Essig, Zitrone, Blattgrün

Holz und Feuer stehen für Frühling und Sommer. Sie sind dem Yang zugeordnet. Metall und Wasser sind als Herbst und Winter dem Yin zugeordnet. Die Erde steht für die Mitte.
Wenn man eine sinnvolle Ernährungsberatung nach den 5 Elementen durchführen möchte, gibt es sehr viele verschiedene Zyklen, die man nutzen kann – je nach vorliegendem Problem. Auf der Abbildung oben seht ihr den klassischen „Fütterungszyklus“, in dem ein Element das nächste „füttert bzw. nährt“. Beispielweise nährt bitteres (Feuerelement) das Erdelement und damit Bauchspeicheldrüse/Milz und Magen. Im sogenannten „Erschöpfungszyklus“ dreht sich hingegen das Rad sozusagen rückwärts, denn da geht es eher darum, d.h. mit dem nachstehenden Element das vorherige zu stützen oder aber überschüssige Energie aus diesem abzuziehen.

Wichtig dabei ist, immer zu wissen, dass man innerhalb der einzelnen Elementen auch noch zwischen yin und yang bzw. kalt und warm unterscheidet. Wenn wir uns z. B. das Element Feuer ansehen, dann sind Kurkuma, Getreidekaffee und viele Bitterkräuter z.B. „bitter-warm“ während Radicchio und grüner Tee „bitter-kalt“ sind. Entsprechend unterschiedlich sind die Wirkungen auf den Körper, obwohl beide bitter sind. Bitter-warm ist besonders gut geeignet das Yang des Erdelements zu erhöhen, weil es sein Yang „nährt“. Letzteres ist besonders wichtig, weil durch unseren Lebens- und Ernährungsstil mit viel Süßem, Brot und Milchprodukten unsere Mitte/Erde meist geschwächt ist und sie dies mit Müdigkeit nach dem Essen, Blähungen und anderen Verdauungsproblemen kund tut.

Puh, ich weiß….

Klingt alles sehr komplex – ist es auch! Da merkt man schnell, dass es nicht mit einem schlauen Buch getan ist.

Grundsätzlich kann man also sagen, dass immer angeschaut wird, wie es um das Verhältnis von Yin und Yang steht. Wenn Yin z. B. schwach ist, muss man prüfen, ob ein echter Mangel vorliegt, oder ob durch eine falsche Ernährungsweise womöglich Yang derart „überfüttert“ wurde, so dass dadurch Yin verbraucht und so schwach wurde. Im letzteren Fall würde man im ersten Schritt Yang reduziert und nicht etwa nur Yin erhöhen. Es geht also praktisch darum, „Leere“ zu füllen und „Fülle“ (Überschuss) abzubauen.

Die TCM bietet neben Nahrungsmittelempfehlungen natürlich auch immer Tipps zum Lebensstil an (z. B. mehr Schlaf und Entspannung bei Yin-Mangel, mehr Bewegung bei Qi-Stagnationen etc.).

Ihr seht schon, es ist echt schwer dieses umfangreiche Thema in einem kurzen Beitrag zu umreißen.

Trotzdem mag ich es euch ans Herz legen, denn wenn man die Grundlagen erstmal verinnerlicht hat, sieht man tatsächlich viele “Ernährungsweisheiten” in einem ganz anderen Licht.

Man wird einfach viel sicherer, was einem gut tut (und warum ;)).

Attention: The internal data of table “16” is corrupted!

Schlank oder krank mit Low Carb und Steinzeit-Ernährung? // Carrots & Coffee Radio #8

by Carrots & Coffee College |Aug 5, 2015 |0 | Podcast

Carrots & Coffee Radio

Willst Du schlank sein, vergiss die Kohlenhydrate – so lautet der mittlerweile nicht mehr ganz neue Ernährungstrend unter Promis, Stoffwechsel-Freaks und Anhängern der Paleo-Bewegung. Aber was ist dran an Ätkins-, LOGI und Glyx-Diäten? Was bedeutet und bewirkt eine solche Ernährung, die quasi das Gegenteil von dem propagiert, was Fachgesellschaften für Ernährung uns predigen? Wir fühlen der Sache auf den Zahn – seid gerne dabei!

*„Die Inhalte der Podcast und Beiträge von Carrots & Coffee Radio sind ausschließlich zum Informationszwecke bestimmt. Sie sind nicht dazu geeignet, professionelle Beratungen und/oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und/oder ggf. andere im Gesundheitswesen tätige Experten zu ersetzen. Auch können und dürfen sie nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.“

 

 

Mehr Gemüse…so geht’s! Carrots & Coffee Radio #7

by Carrots & Coffee College |Jul 23, 2015 |0 | Podcast

Carrots & Coffee Radio

Wir alle wissen, dass Obst und Gemüse gesund ist und wir möglichst viel davon verputzen sollten. Aber warum eigentlich und wie soll man das im Alltag umsetzen? Warum ist Gemüse außerdem Obst vorzuziehen? Der heutige Podcast klärt auf und möchte Euch ein paar nützliche Anregungen geben…hört einfach mal rein! Wie immer freuen wir uns auch über Eure Anregungen und feedback, wie Euch die Podcast gefallen. Themenvorschläge und Fragen nehmen wir natürlich auch gerne entgegen ; )n!

*„Die Inhalte der Podcast und Beiträge von Carrots & Coffee Radio sind ausschließlich zum Informationszwecke bestimmt. Sie sind nicht dazu geeignet, professionelle Beratungen und/oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und/oder ggf. andere im Gesundheitswesen tätige Experten zu ersetzen. Auch können und dürfen sie nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.“

READ MORE

Ausbildungsbericht "Ernährungstherapie" Teil 4 | Reflux – es brennt!

by Stephannie Stewart |Mai 28, 2015 |0 | Ausbildung, Ernährungstipps | , , ,

Ausbildungsbericht

Reflux! Hast du das schon mal gehört? Manch einer hat jetzt vielleicht eine Assoziation mit dem Flux-Kompensator aus dem 80er-Jahre-Evergreen „Zurück in die Zukunft“ – eine Erfindung, die das Reisen in die Zeit möglich macht. Aber ich muss euch enttäuschen, damit hat es leider nichts zu tun ;).

Reflux (lateinisch refluxus = Rückfluss) ist eine unschöne Sache und hinlänglich eher als Sodbrennen bekannt. Dieses fiese, brennende „Aufstoßen“, bei dem der Mageninhalt nebst Magensäure zurück in die Speiseröhre will. Uh ja, das klingt unschön (ist es auch, aber später dazu mehr)…

Image via Pinterest

Image via Pinterest

Leider wird das Thema ziemlich verharmlost und oft als kleine, lästige Sache deklariert. Wir kennen alle die Werbung, in denen der sauer aufstoßenden attraktiven Frau (oder alternativ dem gestressten Anzugträger) flugs – oder sollte ich sagen: flux ;)) – die kleinen, viereckige Tabletten gereicht werden. Mit einem milden und verständnisvollen „Hey- das-kennen-wir-doch-alle-Lächeln!“. Tatsächlich leiden übrigens mehr Männer als Frauen unter Sodbrennen.

Betroffen ist in jedem Fall der Mageneingang/Schließmuskel. Er sorgt dafür, dass die Nahrung aus der Speiseröhre in den Magen gelangt und es keinen Weg zurück gibt. Im Magen werden ja mithilfe der Magensäure Eiweiße verdaut. Dort gehört sie hin und macht ihren Job. Auch ohne medizinisches Hintergrundwissen kann man sich lebhaft vorstellen, was passiert, wenn die Säure zurück in die Speiseröhre fließt. Sie greift massiv die empfindlichen Schleimhäute an und darum ist dauerhaftes Sodbrennen ein ernstzunehmendes Problem.

Wie immer lautet die Frage: Wie kommt so etwas? Wer auf Zack ist, kombiniert schnell und messerscharf: Da kann ja wohl nur Überschuss an Magensäure vorliegen!

Oder?!

Ha – die interessanteste Erkenntnis des Ausbildungs-Wochenendes war tatsächlich, dass meist genau das Gegenteil der Fall ist.

Ja, richtig gelesen: Reflux tritt sehr oft auf, wenn zu wenig Magensäure vorhanden ist.

Klingt paradox, ist aber bei genauerem Hinsehen logisch: Wer eine schwache Verdauung hat (da ist es wieder!), hat oft das Problem, dass der Speisebrei zu lange im Magen verbleibt und eben nicht von der Magensäure in Angriff genommen werden kann. Dadurch bilden sich Bakterien, die im Magen nichts zu suchen haben (übrigens, diese Kandidaten lieben Süßes, Brot etc.). Es fängt an zu gären und der Speisebrei wird regelrecht hoch gedrückt. Außerdem wird durch den Magensäuremangel die Magenentleerung verzögert (Völlegefühl lässt grüßen) und leider wird anschließend auch noch obendrein die Abgabe von Bauchspeichel und Galle in den dahinter liegenden Zwölffingerdarm vermindert, weil der Säurereiz zur Abgabe fehlt. Das Resultat ist ein nicht angemessener Aufschluss des Verspeisten mit ungeliebten Blähungen & Co.

Stress weitet übrigens den Eingang zum Magen und Fett senkt den Muskeltonus des Schließmuskels (während Proteine ihn steigern).

Wer also viel Fett und Zucker ist UND unter Stress leidet, dürfte Sodbrennen gut kennen.

Okay, wie kann ich denn herausfinden, ob ich nun zu viel oder zu wenig Magensäure habe (das ist schließlich wichtig, weil sich danach ja die Behandlung orientiert)?

Das ist tatsächlich ganz easy getestet: Trink mal wahlweise 1 Messlöffel Bitterkräuter, die die Magensäurebildung anregen oder 1 EL naturtrüben (!) Apfelessig in einem Glas Wasser oder 1 Kapsel Betain HCL (inkl. Pepsin) vor dem Essen und beobachte, ob die Beschwerden nachlassen. Wenn das so ist, hast du zu wenig Magensäure. Eine weitere Methode ist, 1 TL Natriumbicarbonat in Wasser nüchtern vor dem Essen zu dir zu nehmen. Wenn du danach NICHT ordentlich rülpsen musst, ist das kein gutes Zeichen in Sachen Magensäure-Bilanz.

Und dann?

Davon abgesehen, dass es natürlich wieder absolut Sinn macht, an der Ernährungsschraube zu drehen (Zuckerkonsum einschränken, sich nicht überessen, Stress reduzieren! etc.), kann man mit der Einnahme von Bitterkräutern vor dem Essen und /oder Betain HCL (Verdauungsenzym) nachhelfen, die man kurmäßig einnimmt bis die Beschwerden nachlassen bzw. die Verdauung auch wieder beschwerdefrei funktioniert.

Es gibt also Hilfe, damit nur das brennt, was brennen soll: Das Verdauungsfeuer :).

Attention: The internal data of table “16” is corrupted!

Quando “Zeit für einen Ölwechsel”

by Nadia Beyer |Mai 17, 2015 |0 | Meinungen & Presse
Quando: Zeit für einen Ölwechsel

Quando Ausgabe 02/2015 (auf das Bild klicken für Vollbild)

 

Faszination Leber – Teil 2 // Carrots & Coffee Radio #6

by Carrots & Coffee College |Mai 11, 2015 |0 | Podcast

Carrots & Coffee Radio

“Was wir effektiv zu ihrer Unterstützung tun können !”

Nach unserem ausführlichen 1. Teil, in dem wir Euch die Leber etwas näher vorgestellt haben, möchten wir Euch im 2. Teil natürliche Wege aufzeigen, wie Ihr dieses für unsere Gesundheit so bedeutende Organ effektiv unterstützen und entlasten könnt. Wir klären, warum z.B. Süßes oder erhitztes Fett, die Leber belasten und andererseits Bitterstoffe oder auch ein leichtes Abendessen die Leber hingegen zu tiefst erfreuen. Kräuter, Grünzeug & Co. – sie leben hoch!

*„Die Inhalte der Podcast und Beiträge von Carrots & Coffee Radio sind ausschließlich zum Informationszwecke bestimmt. Sie sind nicht dazu geeignet, professionelle Beratungen und/oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und/oder ggf. andere im Gesundheitswesen tätige Experten zu ersetzen. Auch können und dürfen sie nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.“

 

 

Esst mehr…!

by Nadia Beyer |Mai 6, 2015 |0 | Ausbildung

…mehr Obst & Gemüse! So lautet die Empfehlung internationaler Fachgesellschaften für Ernährung sowie diverser Krebsforschunginstitute rundum den Globus. Kampagnen, wie die die „5 am Tag“ in Deutschland oder die
„5 A Day – For a better Health“ im englischsprachigen Raum haben mittlerweile dafür gesorgt, dass nahezu jeder von uns weiß, dass Obst und Gemüse wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung darstellt und wir täglich 5 Portionen der selbigen verzehren sollten. Aber tun wir das auch?

5 Portionen am Tag, das sind stattliche 650 g, wobei eine Portion einer Menge entspricht, die in eine Hand passt bzw. in zwei zur Schale gehaltene Hände.

Hier mal ein paar Portionsbeispiele:

1 Portion Gemüse entspricht …

1 kleiner Kohlrabi, 1 Paprika oder 3 Tomaten
2 Hände voll Salat oder kleingeschnittener Möhren
2 Hände voll TK-Gemüse  (ca. 125 g)
1 Handvoll getrocknete Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen
1 Handvoll Sauerkraut oder fermentiertes Gemüse
1 Glas Tomaten-, Karotten-, Gemüsesaft


1 Portion Obst entspricht …

1 Apfel, 1 Banane, 1 Orange oder 1 Pfirsich
2 Hände voll Erdbeeren, Himbeeren oder Trauben
4 EL Fruchtkompott ohne Zucker
5 Trockenpflaumen oder 5 getrocknete Aprikosen
1 Glas Fruchtsaft mit 100 % Fruchtgehalt oder 1 Smoothie
1/2 Handvoll Nüsse (ca. 25 g)

Leider sieht es mit der Umsetzung dieser schon fast mantraartig rezitierten Empfehlungen in Deutschland trotz ihres Bekanntheitsgrads nach wie vor Mau aus. Viele von uns schaffen es nicht diese 5 Portionen im Alltag in ihre Ernährung einzubauen und wenn, dann greifen wir bevorzugt zu Obst und weniger zu Gemüse. Obst ist aufgrund seiner Süße für die meisten von uns deutlich attraktiver und auch seine Umsetzung scheint uns leichter zu fallen. Schnell mal eine Banane für unterwegs geschnappt oder einen Saft geschlürft. Mit dem Gemüse tun wir uns dagegen meist schwer, besonders auch Kinder.

Gemüse ist jedoch die viel spannendere Lebensmittelgruppe. Bezüglich seiner wertgebenden Inhaltsstoffe sind Gemüsesorten dem Obst in der Regel weit überlegen. Fest machen kann man die Wertigkeit eines Lebensmittels an seiner sogenannten Nährstoffdichte.

___________________________________

Die Nährstoffdichte eines Nahrungsmittels beschreibt das Verhältnis eines Nährstoffs bezogen auf die Energiemenge, die das Lebensmittel liefert. Je höher die Nährstoffdichte ist, umso günstiger ist das Verhältnis zwischen dem Nährstoff- und dem Energiegehalt, d.h. ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel liefert viele Nährstoffe und gleichzeitig wenige Kalorien pro Portion.

Die Nährstoffdichte wird nach folgender Formel berechnet werden:

Nährstoffdichte = Nährstoffgehalt in mg bzw. g / 1000 kcal

Nährstoffdichte bezogen auf Vitamin C:

“Draufklicken vergrößert Tabelle”

Nährstoffdichte bezogen auf mehrere Nährstoffe:

Tab_Naehrstoffdichte

“Draufklicken vergrößert Tabelle”

a Retinoläquivalente
b Folatäquivalente
Abb.: Erstellt aus „Rück- und Seitenblicke im Zeitalter der Ernährungsver(w)irrung“. Alexander Ströhle, Ralf Reglin Verlag Köln, 2009

Wie aus den Tabellen hervorgeht, besitzt Gemüse die höhere Nährstoffdichte. Lediglich beim Vitamin C schneidet Obst etwas besser ab. Drum sollte die Empfehlung auch besser heißen: 5 Portionen Gemüse & Obst und nicht Obst & Gemüse!

Eine hohe Nährstoffdichte ist besonders in Wachstumsphasen, im Alter sowie für uns gestresste und überwiegend sitzenden Wohlstandsbürger von besonderer Bedeutung : ). Leider ernähren wir uns aber gerade in stressigen Zeiten, in denen wir im Grunde noch mehr Nährstoffe als zu entspannten Zeiten bräuchten, meist jedoch besonders schlecht und greifen dann eher zu  den energiedichten und weniger zu den nährstoffdichten Lebensmitteln, wie Schoki, Brot, Pizza & Co.

Experten vertreten mittlerweile die Meinung, dass es im Grunde sogar noch mehr als die bisherigen 650 g Gemüse und Obst täglich sein dürfen. Das präventive Potential einer Gemüse- und obstreichen Ernährung gilt heute als nahezu unbestritten. Gemüse und Obst soll das Risiko für Bluthochdruck und koronare Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit überzeugender Evidenz senken können sowie das Risiko für Krebs, insbesondere im Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich mit wahrscheinlicher Evidenz. Auch spricht vieles für eine schützende Wirkung vor Magen-, Mastdarm-, Drüsen- und Nierenkrebs und eine Reduktion des Risikos für Demenz, Makuladegeneration, Katarakt, rheumathoide Arthritis, Osteoporose, Asthma, chronische obstruktive Lungenkrankheit sowie Übergewicht mit möglicher Evidenz.

Eine Rolle für das präventive Potential von Obst und Gemüse spielt dabei neben den erwähnten Mikronährstoffen, die Fülle der enthaltenen sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffe. Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe sind vor allem Stoffe, die für die Farbe, den Geruch und das Aroma von Obst und Gemüse verantwortlich sind. Sie werden in der Pflanzen aus den primären Nährstoffen (Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen) gebildet und dienen der Pflanze als Verdunstungs- und Sonnenschutz, als Abwehrstoffe gegenüber Nährstoffkonkurrenten und Fraßfeinden, zu denen neben Insekten, Pilzen und Tieren auch wir Menschen gehören : ). Außerdem dienen die von ihnen ausgeströmten Aromen als Lockstoffe für sie bestäubende Insekten sowie für uns Menschen, die wir den Samen Ihrer Früchte nach dem Verspeisen bestenfalls durch Wegwerfen oder Wiederausscheiden prima verbreiten.

Lange Zeit dachte man, diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe seien ausschließlich Antinährstoffe, die die Verdauung und den Nutzwert pflanzlicher Nahrung für den Menschen herabsetzen. Mittlerweile aber hat sich das Blatt gewendet und diese Substanzen entpuppen sich als wahre Tausendsassa und pflanzliche Schutzengel, die über ein weites und höchst interessantes Wirkungsspektrum verfügen.

Gesundheitliche Wirkung wesentlicher sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe

Tab_sek.Pflanzeninhaltsstoffe

Quelle: http://www.fh-erfurt.de/lgf/fileadmin/GB/Dokumente/Forschung/Bioaktive_Substanzen_im_Gemuese.pdf

 

Die antikanzerogenen, antioxidativen und entgiftenden Wirkungen der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe verdienen dabei unser besonderen Beachtung. Eine Vielzahl der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe verfügt über das Potential, die Aktivität verschiedener Entgiftungsenzyme (sogenannte Phase II-Enzyme) in der Leber hoch zu regulieren bzw. diese zu aktivieren. Diese Phase der Entgiftung ist besonders wichtig, weil sie dafür sorgt, dass endogen gebildete sowie exogen zugeführte toxische Stoffe in eine wasserlösliche Form überführt werden. Nur so können sie mit der Galle über den Darm ausgeschieden werden oder aber mit dem Blut zu den Nieren transportiert und schließlich mit dem Urin den Körper sicher verlassen.

Damit dieser Ausscheidungsprozess reibungslos gelingt, sind natürlich eine gesunde Nierenfunktion, ein ungehinderter Ablauf der Galle aus der Gallenblase sowie eine gute Peristaltik des Darms notwendig.

Erwähnt sei an dieser Stelle, dass unsere Bitterkräutermischung ANCENASAN® herbal sowie unsere Ballaststoffmischung ANCENASAN® nutra + Flohsamenschalen + Magnesiumcarbonat genau diese optimalen Ausscheidungsbedingungen ermöglichen. Die Bitterkräuter regen die Magensaftbildung sowie den Gallenfluss an. Nur wenn der Magen ausreichend Säure bildet, was viele unserer zivilisierten Mägen leider nicht mehr tun (siehe Sodbrennen als Zeichen einer unzureichenden Magensäurebildung – zu diesem scheinbaren Paradox in einem neuen Blogbeitrag mehr!) wird die Gallenblase veranlasst sein basisches Sekret (=Galle) abzugeben und so den Magensaft im Dünndarm zu neutralisieren, damit die Verdauung dort pH-Wert optimiert fortgesetzt werden kann. Die Galle wiederum wirkt durch die in ihr enthaltenen Gallensäuren wie ein natürliches Abführmittel und sorgt dafür, dass Toxine schließlich den Körper verlassen und nicht zurück resorbiert werden.

Ballaststoffe sind außerdem in der Lage die Gifte bis zur Ausscheidung zu binden und fördern durch eine Erhöhung des Stuhlvolumens zusammen mit Magnesium die Peristaltik. Das Magnesiumcarbonat sorgt aber auch für einen basischen Urin und verhindert so eine Rückresorption von Toxinen aus dem Urin.

Nach dieser Lobeshymne auf Gemüse und Obst würde uns zu guter Letzt natürlich jetzt sehr interessieren, wie Ihr es schafft, Euren Gemüse- und Obstkonsum zu decken oder gar zu steigern. Teilt uns Eure Ideen, Eure bevorzugten Obst- und Gemüsesorten gerne in einer E-Mail oder auf Facebook bis zum 3.6. mit und wir bündeln, teilen und diskutieren die Kommentare und Vorschläge in unserem nächsten Podcast.  Natürlich gibt es dann auch praktische Tipps, Tricks und Gedankenanstöße zu dem Thema unsererseits!!!

Wir freuen uns über Euer Mitmachen!

Seite 4 von 7« Erste...23456...Letzte »