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10 Top-Tipps für Gallenblase und Leber // Carrots & Coffee Radio #23

by Nadia Beyer |Jan 12, 2020 |0 | Podcast

Die Feiertage liegen nun hinter uns und wir hoffen, dass eure Gallenblase und auch die Leber die kulinarischen und alkoholischen Herausforderungen gut überstanden haben. Damit diese äußerst wichtigen Organe sich etwas erholen und auch den zukünftigen und zunehmenden Herausforderungen gut gewachsen bleiben, haben wir den heutigen Podcast der Entlastung und Unterstützung dieser beiden Organe gewidmet. Wir zeigen euch heute, wie ihr die Galleproduktion verbessern, den Abfluss der Galle in den Darm fördern und die Zusammensetzung der Galle so beeinflussen könnt, dass sich keine Gallensteine bilden. All das ist Voraussetzung, um dieLeber zu entlasten und von den segensreichen und vielseitigen Wirkungen der Galle zu profitieren, die soviel mehr als ein Verdauungssaft ist. Die Galle ist ein wahrer Gesundbrunnen und schützt uns sogar vor Übergewicht, Fehlbesiedlungen im Darm, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen (Details siehe letzte Podcastfolge). Wir wünschen euch jetzt viel Spaß beim Lauschen und Lesen!  READ MORE

Den Gallefluss anregen, Gallensteinen vorbeugen und die Leber entlasten!

by Nadia Beyer |Jan 10, 2020 |0 | Ernährungstipps

Wie mein letzter Beitrag gezeigt hat, ist die Galle ein geheimnisvoller und ganz wichtiger Körpersaft. Die Galle hilft uns nicht nur Fette zu verdauen und fettlösliche Vitamine aufzunehmen, sondern sie kann weitaus mehr. Sie reinigt den Darm und schützt uns somit vor krankmachenden mikrobiellen Fehlbesiedlungen im Darm, die oft von Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmängeln begleitet werden. Zudem beeinflusst die Galle die Höhe unseres Kalorienverbrauchs, weil Gallensäuren aus der Galle z.B. Schilddrüsenhormone aktivieren. Auch sind Gallensäuren an der Regulation unseres Blutzuckerspiegels und unsere Blutfette beteiligt und können sie darüber hinaus auch noch die Entzündungsbereitschaft unseres Körpers senken. Last but not least spielt die Galle zusammen mit der Leber und Darmschleimhaut eine Schlüsselrolle bei der Entgiftung, denn mit der Galle werden die Giftstoffe schließlich von der Leber in den Darm geleitet.  READ MORE

Die Galle – ein ganz besonderer Körpersaft ! // Carrots & Coffee Radio #22

by Nadia Beyer |Dez 21, 2019 |0 | Podcast

Die Galle ist ein Körpersaft, der es absolut in sich hat! Die meisten wissen, dass wir die Galle benötigen, um Nahrungsfette zu verdauen oder fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Die komplex zusammengesetzte Galle ist jedoch weit mehr als nur ein schnöder Verdauungssaft. Die heutige Podcast-Folge zeigt, warum sie unseren Darm gesund erhält bzw. uns vor Dysbiosen (Störungen der Darmflora) schützt, wie Galle hilft schlank zu bleiben und wie sie uns vor Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und sogar Entzündungen schützen kann. Auch thematisiert der Beitrag, welche Rolle eine gesunde Leber und eine intakte Darmschleimhaut dabei spielt.

Lasst euch überraschen und für diesen wichtigen Körpersaft begeistern!

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Die Galle – ein ganz besonderer Körpersaft!

by Nadia Beyer |Dez 20, 2019 |0 | Ernährungstipps

Wenn umgangssprachlich von der Galle gesprochen wird, meinen viele Menschen damit eigentlich die Gallenblase. Die Galle aber ist eine Flüssigkeit und sie wird in der Leber von den Leberzellen produziert. Anschließend wird sie dann in die Gallengänge abgegeben, von dort der Gallenblase zugeleitet, wo sie schließlich um das 10-fache ihres ursprünglichen Volumens eingedickt wird.

Das wichtigstes Einsatzgebiet der Galle ist, wie vielen von Ihnen vermutlich bereits gehört haben, die Verdauung von Nahrungsfetten. Sobald wir Fett zu uns nehmen, registriert unsere Dünndarmschleimhaut dieses Fett als Reiz und schüttet daraufhin Darmhormone aus, die die Gallenblase dazu veranlassen, sich zusammenzuziehen. Durch diese Kontraktion kommt es zur Entleerung der Gallenblase und die Galle fließt wie gewünscht in den Dünndarm ab. 

Dort angekommen, fängt sie nun an das Fett in der Nahrung zu emulgieren, denn Fett mischt sich bekanntlich nicht gut mit Wasser. Die Fette werden also mit Hilfe der Galle in wasserlösliche Fetttröpfchen verwandelt. Nur in dieser wasserlöslichen Form kann der überwiegende Anteil unserer Nahrungsfette überhaupt durch die mit Wasser und Schleim überzogene Dünndarmschleimhaut aufgenommen und von dort weiter in wässrigen Medien, wie Lymphe und Blut transportiert werden. Eine kleine Ausnahme bilden lediglich die sogenannten MCT-Fette, das sind Fette, die vorwiegend aus kurz- und mittelkettigen, statt der üblichen langkettigen Fettsäuren bestehen. Sie kommen reichlich in Kokosfett und teilweise in Milchfetten, wie Butter, allen voran Ziegenbutter vor und sind von Natur aus bereits gut wasserlöslich. Sie können deshalb aufgenommen werden, ohne chemisch emulgiert werden zu müssen.

Die Galle – ein komplex zusammengesetzter Körpersaft

Die Galle kann aber noch weitaus mehr als Fett zu emulgieren und absorbieren zu können. Sie ist ein ganz besonderer Körpersaft und wir produzieren jeden Tag ca. 700 ml von dieser höchst komplex zusammengesetzten Flüssigkeit. Je nach Zusammensetzung kann die Galle dabei eine gelblich-braune oder auch leicht grünliche Farbe annehmen. Verantwortlich für die Farbe sind Abbauprodukte des eisenhaltigen Blutfarbstoffes namens Häm, der aus dem Bluteiweiß Hämoglobin freigesetzt wird, sobald die Blutkörperchen nach 120 Tagen absterben. Hämoglobin ist das Sauerstoff transportierende Eiweiß im Blut, das der Arzt gerne misst, um eine Blutarmut (Anämie) auszuschließen. Die grün-gelblichen Abbauprodukte des Häms (Biliverdin und Bilirubin) tragen übrigens später zur dunkelbraunen Färbung des Stuhls bei, indem diese Gallefarbstoffe im Darm von Bakterien weiter zu einer bräunlichen Verbindung (Stercobilin) abgebaut werden. Die Abbauprodukte des Hämoglobins gelangen vom Darm über die Leber übrigens auch zu den Nieren und geben dem Urin schließlich seine gelbe Farbe. 

Galle kann sich stauen

Ist der Stuhl aber mal nicht schön braun gefärbt, sondern hell, ist dies kein gutes Zeichen und immer ein Hinweis für eine Abflussstörung der Galle. In solchen Fällen staut sich die Galle samt der Gallefarbstoffe in der Leber zurück und die Gallenfarbstoffe sickern dann quasi rückwärts ins Blut, wo sie der betroffenen Person einen gelblichen Hautteint verleihen und bei extremem Rückstau auch zu Juckreiz der Haut führen können. Auch kommt es in solchen Momenten des Gallestaus zu übelreichendem Stuhlgang, weil das Fett in der Nahrung nun nicht mehr ausreichend verdaut und absorbiert werden kann. Infolge übernehmen fettliebende Fäulnisbakterien diesen Job im Darm, bauen das Fett ab, wodurch unangenehm riechende mikrobiellen Zersetzungsprodukte entstehen. Auch macht sich dies gerne durch einen übermäßigen Fettgehalt im Stuhlgang bemerkbar, der manchmal in Form von Fettaugen auf der Oberfläche des Klowasser erkennbar wird oder zu schmierigem Stuhlgang führt, der an der Kloschüssel klebt.

Häufige Ursache solcher Abflussstörungen der Galle sind übrigens Gallensteine, die den Ausführungsgang der Galleblase blockieren, der in seinem unteren Teil übrigens durch die Bauchspeicheldrüse führt und noch weiter unten mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse verschmilzt. Neben Gallensteinen können aber auch eine Schwangerschaft sowie Schwellungen innerhalb der Leber oder der Bauchspeicheldrüse einen Gallestau verursachen. Bei Schwangerschaft sind es Schwangerschaftshormone, welche die Abgabe der Galle aus den Zellen in die Gallengänge hemmen und so den Gallefluss vermindern. Bei Schwellungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse werden hingegen die Ausführungsgänge komprimiert, die die Galle daran hindern abzufließen. Schwellungen innerhalb der Leber rühren häufig von Entzündungen her, die wiederum gerne durch eine Fettleber entstehen. Schwellungen der Bauchspeicheldrüse sind hingegen seltener und dann meist Folge von Entzündungen oder Tumoren.  

Neben den eben beschriebenen Gallenfarbstoffen enthält die Galle übrigens noch viele weitere interessante Substanzen, die für die umfassenden Effekte der Galle auf den Körper verantwortlich sind. Dazu zählen z.B. das Cholesterin und verschiedene Phospholipide sowie Mineralstoffe, Enzyme und die sogenannten primären Gallensäuren (Cholsäure, Chenodesoxycholsäure). Die Gallensäuren werden dabei oft auch als Gallensalze bezeichnet, weil sie als Komplexe, d.h. gebunden an den positiv geladenen Mineralstoff Natrium oder an die Aminosäuren Glycin oder Taurin vorliegen. 

Gallensalze und Phospholipide sind übrigens diejenigen Gallebestandteile, die für die erwähnte Emulgierung der Fette verantwortlich sind. Der Grund dafür ist, dass Gallensäuren und Phospholipide sowohl über einen wasserliebenden als auch einen wasserabweisenden Anteil im Molekül verfügen, was dazu führt, dass sich ihre wasserabweisenden Anteile einander zuwenden und sich dadurch einschichtige rundlich angeordnete Membranen bilden, vergleichbar mit kleinen Seifenblasen. In diese wasserlöslichen Blasen können nun die wasserunlöslichen Nahrungsfette und die wasserunlöslichen bzw. fettlöslichen Vitamine wie Vitamin A, E, D und K eingeschlossen und so durch den Darm bis in die  Dünndarmschleimhautzellen transportiert werden. Eines an dieser Mizellenbildung beteiligten Phospholipide ist übrigens das Lecithin, das wir alle auch als Nahrungsfett in Form von Eiern, Sojabohnen, Ölsaaten, Innereien oder Butter kennen und zu uns nehmen

 

Viele Inhaltsstoffe, die wir in der Galle finden, werden übrigens in der Leber selbst produziert, so z.B. auch das Cholesterin und Cholesterin ist eine Schlüsselsubstanz im Körper. Aus Cholesterin werden in der Leber sowohl Gallensäuren als auch viele Hormone gebildet. Benötigt der Körper viele Gallensäuren für die Verdauung oder gerade Hormone, werden folglich die körpereigenen Cholesterinreserven geleert und der Cholesterinspiegel sinkt. Diesen Mechanismus macht man sich übrigens heute in der Ernährungstherapie sehr gerne zunutze, indem man Menschen mit erhöhten Cholesterinspiegeln empfiehlt, viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Die Ballaststoffe binden dann die Gallensäuren im Darm, welche nun über den Stuhl forciert ausgeschieden werden. Dies wiederum macht eine Nachproduktion von Gallensäuren aus dem Vorläufermolekül Cholesterin in der Leber notwendig und senkt auf diese Weise den Cholesterinspiegel. 

Gallensäuren werden sorgsam recycled

Normalerweise scheiden wir Gallensäuren übrigens kaum über den Stuhl aus, weil sie für den Körper wertvolle Substanzen darstellen und er diese drum ungern hergibt. Nicht umsonst hat der Körper ein ausgeklügeltes Recylingsystem für sie entwickelt, indem er Gallensäuren, nachdem sie ihre Aufgabe bei der Fettemulgierung und Fettaufnahme im Darm erfüllt haben, zu 90 % wieder aus dem Darm rückabsorbiert werden. Über die Pfortader gelangen sie so vom Darm zurück zur Leber und können dann erneut in der Leber genutzt und anschließend in die Galle abgegeben werden. Man spricht deshalb auch vom sogenannten Darm-Leber-Kreislauf – im Fachjargon als entero-hepatischer Kreislauf bezeichnet. Gallensalze können so 6-10 Male wiederverwendet werden. 

Lediglich ein kleiner Teil der Gallensäuren gelangt gewöhnlich in den Dickdarm und wird über den Stuhl ausgeschieden. Und dass Gallensäuren nur in geringen Mengen im Dickdarm landen ist auch gut so, denn der Dickdarm ist voller Bakterien, die sonst die primären Gallensäuren in zu viele sogenannte sekundäre Gallensäuren (Desoxycholsäure, Lithocholsäure) verwandeln würden. Diese sekundären Gallensäuren sollen aber nicht in höheren Konzentrationen in den Dickdarm gelangen, weil sie das Gewebe des Dickdarms schädigen und dort Darmkrebs begünstigen können. Auch sollen sie andere Krebsarten im Körper fördern, wenn sie vom Dickdarm in den Blutkreislauf gelangen. 

Chiang, John Y L. “Bile acid metabolism and signaling.” Comprehensive Physiology vol. 3,3 (2013): 1191-212. doi:10.1002/cphy.c120023

Galle – unser körpereigenes Abführmittel

Wie wir heute wissen, sind Gallensäuren jedoch nicht nur wichtig für unsere Fettverdauung und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und vieler gesundheitsförderlicher sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, die oftmals auch fettlöslich sind. Die Gallensäuren in der Galle fungieren auch als unser körpereigenes Abführmittel, d.h. sie stimulieren die Peristaltik des Darms, indem sie Wasser in den Darm ziehen, wodurch sich der Stuhl erweicht, voluminöser wird und leichter ausscheiden lässt. Auch zeigen Gallensäuren starke antimikrobielle Eigenschaften. 

Durch diese abführende und antimikrobielle Wirkung verhindern Gallensäuren entsprechend Fehlbesiedlungen im Darm, insbesondere die Ansiedlung von Bakterien und Pilzen im Dünndarm, der im Gegensatz zum Dickdarm kaum mit Keimen besiedelt sein sollte. Solche Fehlbesiedlungen im Dünndarm werden heutzutage immer häufiger und führen dazu, dass Bakterien sich im Dünndarm über die dort noch nicht absorbierte Nahrung hermachen. Sie treten folglich mit uns in Konkurrenz um Nährstoffe und führen dann zu Nährstoffmängeln – trotz vollen Teller ! -, weil die Bakterien im Dünndarm nun die Nahrung für sich nutzen und abbauen. 

Leider produzieren sie beim Abbau der Nährstoffe als Nebenprodukt auch noch allerlei Stoffwechselprodukte wie Gase, Säuren etc., die vielfältige Verdauungsprobleme verursachen können. Blähungen, die schon kurze Zeit nach dem Essen auftreten sowie Breistuhl oder auch Verstopfung sind übrigens Hinweise auf eine solche Überbesiedelung des Dünndarms mit Bakterien, die durch Gallestaus, Mangel an Galle oder auch Mangel an Magensäure entstehen können. Eine solche Fehl- und Überbesiedlung des Dünndarms nennt man übrigens SIBO, was für den englischen Terminus „small intestinal bacterial overgrowth“ steht.

 

Gallensäuren sind Signalmoleküle und Schlankmacher 

Die Galle ist aber keineswegs nur ein Saft, der seine Wirkungen – wie eben beschrieben – im Darm entfaltet. Mittlerweile wissen wir, dass die Gallensäuren in der Galle auch sehr bedeutende Signalmoleküle sind. Das heißt, diese primären Gallensäuren wirken nicht nur im Darm, sondern entfalten auch interessante Wirkungen, wenn sie von den Darmschleimhautzellen über die Pfortader zur Leber transportiert werden. Wie mittlerweile erwiesen ist, können Gallensäuren an bestimmte Rezeptoren innerhalb der Leberzelle binden und Gene aktivieren, die eine Rolle bei der Regulation unseres Blutzuckerspiegels, unserer Blutfette und unseres Kalorienverbrauchs spielen. 

Gallensäuren aktivieren demnach Gene, die die Insulinwirkung an den Zellen verbessern, die Glucosebildung in der Leber unterdrücken und die Aufnahme von Fetten aus dem Blut steuern. Somit helfen Gallensäuren erhöhte Blutzucker und erhöhte Blutfette zu senken. Auch können sie Gene aktivieren, die für die Bildung von Enzymen verantwortlich sind, welche die inaktiven Vorstufen der Schilddrüsenhormone in ihre aktive Form überführen. Da die Höhe an aktiven Schilddrüsenhormonen über unseren Energieverbrauch entscheidet, sind Gallensäuren somit quasi auch kleine körpereigene Schlankmacher, die unsere Körpertemperatur regulieren. Dieser Mechanismus erklärt übrigens, warum Störungen der Leber und Galleproduktion nicht selten zu einer Unterfunktion der Schilddrüse und damit zu einer Gewichtszunahme oder auch Kälteempfindlichkeit führen können. 

Aber damit längst noch nicht genug. Interessant und spannend ist auch, dass Gallensäuren an Cortisol-Rezeptoren innerhalb der Zelle binden und so Gene aktivieren können, die für die Bildung von Proteinen sorgen, die Entzündungen im Darm, in der Leber, aber auch im Gehirn drosseln. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass Gallensäuren viel zu wenig beachtete Moleküle in der Vorbeugung und Behandlung von Diabetes, Fettleber, Übergewicht, erhöhten Blutfetten und Herz-Kreislauferkrankungen darstellen und uns vor Entzündungen und auch Schäden des Nervensystems schützen können.

Chiang, John Y L. “Bile acid metabolism and signaling.” Comprehensive Physiology vol. 3,3 (2013): 1191-212. doi:10.1002/cphy.c120023

Über die Galle entgiften wir

Nicht unerwähnt bleiben sollte neben diesen Wirkungen, dass wir mit und dank der Galle zahlreiche Giftstoffe aus dem Entgiftungsorgan Leber in den Darm befördern und dann über den Stuhl ausscheiden. Ein gesunder Gallefluss ist deshalb so wichtig, wenn es um das Thema Detox, sprich Entgiftung geht. Wer stets dafür sorgt, dass seine Leber gesund bleibt, ausreichend Galle produziert und diese auch gut in den Darm abfließen kann, der verhindert, dass Schadstoffe sich zurückstauen oder unnötig über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Gerade die Nieren sind jene Organe, die heutzutage viel zu häufig überlastet werden und dadurch Funktionsverluste zeigen, einfach weil die Entgiftung über die Galle bzw. den Stuhl leider ungenügend funktioniert.

Ein weiterer Bestandteil der Galle, der ebenfalls sehr interessant und relevant ist, ist übrigens das Natrium-Bikarbonat und das Verdauungsenzym namens alkalische Phosphatase. Natrium-Bikarbonat, was wir außerhalb des Körpers auch als Natron kennen, verleiht der Galle seinen alkalischen, sprich basischen pH-Wert. Das ist enorm wichtig, denn nur so kann die Galle den sauren Speisebrei, der aus dem Magen kommt, neutralisieren und verhindern, dass die zarte Dünndarmschleimhaut durch Magensäure verätzt wird und sich dadurch etwa entzündet. Auch sorgt der basische pH-Wert von ca. 8 dafür, dass Verdauungsenzyme, die aus der der Bauchspeicheldrüse in den Dünndarm bzw. Zwölffingerdarm zufließen, aktiviert werden. In einem sauren Milieu würden diese Enzyme gar nicht arbeiten können und die Nahrung bliebe dann größtenteils unverdaut, was erneut zu Verschiebungen der Darmflora, Verdauungsstörungen und Nährstoffmängeln führen würde. Ohne Galle kann die Bauchspeicheldrüse entsprechend ihre Verdauungsfunktion gar nicht nachkommen.

Die Zusammensetzung dieses Zaubersaftes namens Galle muss übrigens immer sehr ausgewogen sein, d.h. sie darf nicht zu viel von dem einen oder zu wenig von dem anderen Bestandteil enthalten. Enthält die Galle z.B. zu viel Cholesterin, zu viel Calcium oder zu viel des Gallenfarbstoffs Bilirubin und dafür zu wenige Gallensalze oder zu wenige Phospholipide, kann es zu Auskristallisationen bzw. der gefürchteten Steinbildung kommen. 

Zu viel Cholesterin und zu wenig Gallensalze enthält die Galle oftmals dann, wenn der Abbau von Cholesterin zu Gallensalzen eingeschränkt ist, so z.B. bei einer erhöhten Leberbelastung oder Leberfunktionsstörungen. Auch Infektionen und Stress können ein wesentlicher Faktor für zu wenige Gallensalze in der Galle sein, denn Toxine von Bakterien können die Gallensäureabgabe blockieren. Stress auf der anderen Seite hat zur Folge, dass Cholesterin bevorzugt zur Bildung von Stresshormonen herangezogen und Cholesterin nicht mehr in Gallensäuren umgewandelt wird. Hinzu kommt, dass unter Stress der Abfluss der Galle immer beeinträchtigt wird, weil sich der Ringmuskel (Sphinkter Oddi) am Ende des Ausführungsgangs des Gallenblasengangs krampfartig anspannt und den Gallengang auf diese Weise verschließt. So wird Galle in die Gallenblase zurückgestaut und die Steinbildung noch weiter begünstigt. 

Auch zu lange Nahrungspausen und sehr fettarme Kost sind unvorteilhaft, weil es auch dann zu einem Anstau der Galle bzw. es zu keiner Entleerung der Gallenblase kommt. Deshalb ist Fasten oder das beliebte Überspringen des Frühstücks bei einer Neigung zu Gallensteinen nicht so wirklich vorteilhaft, weil dadurch die Verweildauer der Galle zunimmt und diese leichter „eintrocknen“ kann. 

Besonders wir Frauen neigen übrigens zu Gallensteinen, weil wir höheren Östrogenspiegel haben, wodurch der Cholesteringehalt der Galle ansteigt und die Gallensalzen dann nicht ausreichen, um das Cholesterin ausreichend in Lösung zu halten. 

Ja, wie dieser umfangreiche und hoffentlich für Sie interessante Beitrag zum Thema Galle zeigt, ist dieser Körpersaft für unsere Gesundheit von großer Bedeutung und ich freue mich drum schon jetzt, Ihnen im nächsten Beitrag wertvolle Tipps zu geben, mit denen Sie ihren Gallefluss deutlich anregen, den Gallefluss verbessern und ihre Leber bei der Produktion dieser Galle effektiv unterstützen können. 

Schutz und Entfernung von fliegenden Pestiziden auf Lebensmitteln // Carrots & Coffee Radio #21

by Nadia Beyer |Dez 1, 2019 |0 | Podcast

Pestizide belasten unsere pflanzlichen, aber auch unsere tierischen Lebensmittel. Nicht ohne Grund kaufen die Gesundheitsbewussten unter uns deshalb bereits überwiegend Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau. Leider reicht das heute jedoch längst nicht mehr aus, um Pestiziden aus dem Weg zu gehen. Pflanzenschutzmittel fliegen oft kilometerweit und machen bedauerlicherweise auch vor heimischen Gärten und Bio-Anbaufeldern nicht halt.

Aus diesem Grund empfiehlt sich das Gemüse und Obst aus heimischem und biologischem Anbau vor dem Genuss auf clevere Art und Weise zu waschen und vor allem die Entgiftungsleistung unseres Körpers fortwährend zu fördern, um den zunehmenden Belastungen standzuhalten.

Wie ihr Obst und Gemüse am effektivsten von Pestiziden befreien könnt, erfahrt ihr in diesem kurzen Beitrag.

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Schutz und Entfernung von fliegenden Pestiziden auf Lebensmitteln

by Nadia Beyer |Nov 29, 2019 |0 | Ernährungstipps

Dass Pestizide heutzutage ein gesundheitliches Problem darstellen ist sicher allen bekannt und bewusst. Aus diesem Grunde kaufen die Gesundheitsbewussten unter uns ihre Lebensmittel ja auch primär in Bioläden. Das Problem dabei ist leider nur, dass dies nicht immer ausreicht, um sich genügend vor Pestiziden zu schützen, weil diese Pestizide oft kilometerweit durch die Luft fliegen und somit auch vor heimischen Gärten und Bio-Anbaufeldern nicht Halt machen. 

Bei hohen Temperaturen und starken Wind ist diese Kontamination per sogenanntem Abdrift dabei besonders hoch und traurigerweise sind die Belastungen durch den Pestizideinsatz dabei mittlerweile fast ganzjährig. Wie stark die Pestizidbelastungen sein können, zeigt mal wieder eine an verschiedenen Standorten in Südtirol durchgeführte Untersuchung mit dem treffenden Namen „Vom Winde verweht“, deren Ergebnisse das Umweltinstitut in München im März diesen Jahres veröffentlicht hat. Auch in Deutschland ist von einer ähnlichen Belastung auszugehen, wie erste Ergebnisse einer groß angelegten Untersuchung zeigen, die vom Umweltinstitut München in Zusammenarbeit mit dem „Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft“ an 200 Standorten durchgeführt wird. Auch das eigentlich nicht-flüchtige Glyphosat wurde dabei auf unbehandelten Flächen gefunden.  READ MORE

Die 5 Top-Tipps zum Entgiften // Carrots & Coffee Radio #20

by Nadia Beyer |Nov 10, 2019 |0 | Podcast

Entgiftung ist ein lebenslanger und ein lebensnotwendiger Prozess, der uns hilft unsere Gesundheit zu bewahren. Leider läuft aber genau dieser Prozess bei vielen von uns nicht reibungslos oder ausreichend ab, was eine große Bandbreite an Beschwerden verursachen kann. Um so wertvoller ist es aus diesem Grund zu wissen, was die Entgiftung unseres Körpers wirklich verbessern und wirksam unterstützen kann.

In diesem Beitrag/Podcast möchte ich euch deshalb heute die 5 entscheidendensten Maßnahmen vorstellen, die das Fundament einer ernst gemeinten Entgiftung bilden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lauschen und Lesen!

P.S. Die Tipps sind übrigens meinem Buch „Toxfrei – Selbsthilfe und Prävention mit Gripps“entnommen, in dem ihr eine Vielzahl weiterer Entgiftungsgeheimnisse findet und erfahrt welche Strategien zur Wiederherstellung der Verdauungs- und Darmgesundheit wirklich effektiv sind. Ein Buch, das beweist: Detox ist kein Mythos!

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Die 5 besten und wichtigsten Entgiftungstipps

by Nadia Beyer |Nov 8, 2019 |2 | Ernährungstipps

Wie ich in vergangenen Beiträgen bereits thematisiert habe, ist Entgiftung ein lebenslanger und ein unser Leben erhaltender Prozess. Schadstoffe, die wir von außen aufnehmen, aber auch Substanzen, die unser Körper täglich auf’s Neue selber produziert, müssen ausreichend und vor allem schnell genug entgiftet werden, damit sie uns nicht krank machen. Besonders die vom Körper selbst produzierten Substanzen stellen dabei eine oft völlig unterschätzte Problematik dar, denn sie sorgen dafür, dass unser Entgiftungssystem oftmals bereits ausgelastet ist und wir deshalb kaum noch zusätzliche Schadstoffe von außen tolerieren. Wie dieser Prozess des Entgiftens im Körper genau funktioniert und warum wir nicht alle gleichgute Entgifter sind, ist übrigens sehr spannend und aus dem Grund auch bereits Gegenstand zweier Beiträge von „Carrots & Coffee Radio“ gewesen.

 

 

In dem heutigen Beitrag möchte ich nach viel Theorie nun für Sie etwas praktischer werden und Ihnen fundamentale Tipps und Maßnahmen vorstellen, wie Sie diesen wichtigen körpereigenen Prozess des Entgiftens unterstützen können. Sie sollen Ihnen helfen, Ihre Gesundheit zu bewahren, denn unsere schleichende Vergiftung ist mittlerweile Ursache vieler Krankheiten und unterschiedlichster Beschwerdebilder geworden. Die Tipps sind übrigens meinem Buch „Toxfrei – Selbsthilfe und Prävention mit Gripps“ entnommen, in dem ich das Thema umfassend beleuchtet habe und in dem Sie viele weitere wertvolle Anregungen zum Entgiften und zum Thema Darmsanierung und Wiederherstellung Ihrer Verdauungsgesundheit finden können. READ MORE

Nicht jeder entgiftet gleich gut! // Carrots & Coffee Radio #19

by Nadia Beyer |Sep 1, 2019 |0 | Podcast

Obwohl wir oft ähnlichen Schadstoffbelastungen und auch vergleichbaren Stresspegeln ausgesetzt, bleiben die einen von uns gesund, während andere erkranken. Auch kommt es vor, dass ein Mensch höheren Schadstoffmengen ausgesetzt ist und trotzdem ein hohes Alter erreicht, während eine andere Person unter niedrigeren Belastungen überraschend früh z.B. an Krebs erkrankt. Woran liegt das?

Einer der wesentlichen Ursachen findet sich in unserer individuell abweichenden Fähigkeit zu entgiften. Und diese Unterschiede in unserer Entgiftungsfähigkeit wiederum hängt von vielen Faktoren ab, auf die ich in dieser Podcastfolge gerne näher für euch eingehen möchte. Denn wer diese Faktoren näher kennt, ist in der Lage seine persönliche Entgiftungskapazität gezielter zu beeinflussen und zu verbessern. Und das ist besonders wichtig für Menschen mit schwacher Entgiftungsleistung, um trotz der steigenden Belastungen gesund zu bleiben.

 

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Gute und schlechte Entgifter

by Nadia Beyer |Aug 30, 2019 |0 | Ernährungstipps

Wer sich umschaut, wird sicher schon beobachtet haben, dass Menschen, die unter vergleichbaren Lebensbedingungen leben und sehr ähnlichen Schadstoffmengen oder Stresspegeln ausgesetzt sind, nicht immer gleichermaßen dadurch krank werden. Auch stellt sich häufig die Frage, wie kann es sein, dass so mancher Mensch ein Leben lang raucht, häufig trinkt und trotzdem sehr alt wird, während ein anderer auf all dies verzichtet und dennoch früh an Krebs erkrankt? Woran liegt das?

Für diese Fälle, die sicher viele von uns kennen, gibt es mehr als eine Erklärung sprich viele Gründe. Eine der wesentlichen Gründe ist jedoch unsere individuell oftmals deutlich abweichende Fähigkeit zu entgiften, sprich uns belastender Substanzen – seien es Schadstoffe von außen oder Stoffwechselrückstände von innen – zu entledigen. Und diese Entgiftungsfähigkeit wiederum hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, auf die ich in diesem Beitrag gerne näher eingehen möchte. 

Sich mit diesen Faktoren auseinanderzusetzen macht deshalb großen Sinn, denn wenn wir sie kennen, können wir unsere persönliche Entgiftungskapazität gezielter verbessern, indem wir entsprechend an den wichtigen Stellschrauben drehen bzw. unsere persönlichen Schwachpunkte angehen. So steigt auch für Menschen mit zunächst schwacher Entgiftungsleistung, die Chance trotz zunehmender Belastungen gesund zu bleiben oder sich bestenfalls gar von Krankheiten zu befreien, die durch eine erhöhte Schadstoffbelastung verursacht wurden. READ MORE

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