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Nadia Beyer

10 Jan

Den Gallefluss anregen, Gallensteinen vorbeugen und die Leber entlasten!

by Nadia Beyer Jan 10, 2020 0 Ernährungstipps

Wie mein letzter Beitrag gezeigt hat, ist die Galle ein geheimnisvoller und ganz wichtiger Körpersaft. Die Galle hilft uns nicht nur Fette zu verdauen und fettlösliche Vitamine aufzunehmen, sondern sie kann weitaus mehr. Sie reinigt den Darm und schützt uns somit vor krankmachenden mikrobiellen Fehlbesiedlungen im Darm, die oft von Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmängeln begleitet werden. Zudem beeinflusst die Galle die Höhe unseres Kalorienverbrauchs, weil Gallensäuren aus der Galle z.B. Schilddrüsenhormone aktivieren. Auch sind Gallensäuren an der Regulation unseres Blutzuckerspiegels und unsere Blutfette beteiligt und können sie darüber hinaus auch noch die Entzündungsbereitschaft unseres Körpers senken. Last but not least spielt die Galle zusammen mit der Leber und Darmschleimhaut eine Schlüsselrolle bei der Entgiftung, denn mit der Galle werden die Giftstoffe schließlich von der Leber in den Darm geleitet.  READ MORE

20 Dez

Die Galle – ein ganz besonderer Körpersaft!

by Nadia Beyer Dez 20, 2019 0 Ernährungstipps

Wenn umgangssprachlich von der Galle gesprochen wird, meinen viele Menschen damit eigentlich die Gallenblase. Die Galle aber ist eine Flüssigkeit und sie wird in der Leber von den Leberzellen produziert. Anschließend wird sie dann in die Gallengänge abgegeben, von dort der Gallenblase zugeleitet, wo sie schließlich um das 10-fache ihres ursprünglichen Volumens eingedickt wird.

Das wichtigstes Einsatzgebiet der Galle ist, wie vielen von Ihnen vermutlich bereits gehört haben, die Verdauung von Nahrungsfetten. Sobald wir Fett zu uns nehmen, registriert unsere Dünndarmschleimhaut dieses Fett als Reiz und schüttet daraufhin Darmhormone aus, die die Gallenblase dazu veranlassen, sich zusammenzuziehen. Durch diese Kontraktion kommt es zur Entleerung der Gallenblase und die Galle fließt wie gewünscht in den Dünndarm ab. 

Dort angekommen, fängt sie nun an das Fett in der Nahrung zu emulgieren, denn Fett mischt sich bekanntlich nicht gut mit Wasser. Die Fette werden also mit Hilfe der Galle in wasserlösliche Fetttröpfchen verwandelt. Nur in dieser wasserlöslichen Form kann der überwiegende Anteil unserer Nahrungsfette überhaupt durch die mit Wasser und Schleim überzogene Dünndarmschleimhaut aufgenommen und von dort weiter in wässrigen Medien, wie Lymphe und Blut transportiert werden. Eine kleine Ausnahme bilden lediglich die sogenannten MCT-Fette, das sind Fette, die vorwiegend aus kurz- und mittelkettigen, statt der üblichen langkettigen Fettsäuren bestehen. Sie kommen reichlich in Kokosfett und teilweise in Milchfetten, wie Butter, allen voran Ziegenbutter vor und sind von Natur aus bereits gut wasserlöslich. Sie können deshalb aufgenommen werden, ohne chemisch emulgiert werden zu müssen.

Die Galle – ein komplex zusammengesetzter Körpersaft

Die Galle kann aber noch weitaus mehr als Fett zu emulgieren und absorbieren zu können. Sie ist ein ganz besonderer Körpersaft und wir produzieren jeden Tag ca. 700 ml von dieser höchst komplex zusammengesetzten Flüssigkeit. Je nach Zusammensetzung kann die Galle dabei eine gelblich-braune oder auch leicht grünliche Farbe annehmen. Verantwortlich für die Farbe sind Abbauprodukte des eisenhaltigen Blutfarbstoffes namens Häm, der aus dem Bluteiweiß Hämoglobin freigesetzt wird, sobald die Blutkörperchen nach 120 Tagen absterben. Hämoglobin ist das Sauerstoff transportierende Eiweiß im Blut, das der Arzt gerne misst, um eine Blutarmut (Anämie) auszuschließen. Die grün-gelblichen Abbauprodukte des Häms (Biliverdin und Bilirubin) tragen übrigens später zur dunkelbraunen Färbung des Stuhls bei, indem diese Gallefarbstoffe im Darm von Bakterien weiter zu einer bräunlichen Verbindung (Stercobilin) abgebaut werden. Die Abbauprodukte des Hämoglobins gelangen vom Darm über die Leber übrigens auch zu den Nieren und geben dem Urin schließlich seine gelbe Farbe. 

Galle kann sich stauen

Ist der Stuhl aber mal nicht schön braun gefärbt, sondern hell, ist dies kein gutes Zeichen und immer ein Hinweis für eine Abflussstörung der Galle. In solchen Fällen staut sich die Galle samt der Gallefarbstoffe in der Leber zurück und die Gallenfarbstoffe sickern dann quasi rückwärts ins Blut, wo sie der betroffenen Person einen gelblichen Hautteint verleihen und bei extremem Rückstau auch zu Juckreiz der Haut führen können. Auch kommt es in solchen Momenten des Gallestaus zu übelreichendem Stuhlgang, weil das Fett in der Nahrung nun nicht mehr ausreichend verdaut und absorbiert werden kann. Infolge übernehmen fettliebende Fäulnisbakterien diesen Job im Darm, bauen das Fett ab, wodurch unangenehm riechende mikrobiellen Zersetzungsprodukte entstehen. Auch macht sich dies gerne durch einen übermäßigen Fettgehalt im Stuhlgang bemerkbar, der manchmal in Form von Fettaugen auf der Oberfläche des Klowasser erkennbar wird oder zu schmierigem Stuhlgang führt, der an der Kloschüssel klebt.

Häufige Ursache solcher Abflussstörungen der Galle sind übrigens Gallensteine, die den Ausführungsgang der Galleblase blockieren, der in seinem unteren Teil übrigens durch die Bauchspeicheldrüse führt und noch weiter unten mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse verschmilzt. Neben Gallensteinen können aber auch eine Schwangerschaft sowie Schwellungen innerhalb der Leber oder der Bauchspeicheldrüse einen Gallestau verursachen. Bei Schwangerschaft sind es Schwangerschaftshormone, welche die Abgabe der Galle aus den Zellen in die Gallengänge hemmen und so den Gallefluss vermindern. Bei Schwellungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse werden hingegen die Ausführungsgänge komprimiert, die die Galle daran hindern abzufließen. Schwellungen innerhalb der Leber rühren häufig von Entzündungen her, die wiederum gerne durch eine Fettleber entstehen. Schwellungen der Bauchspeicheldrüse sind hingegen seltener und dann meist Folge von Entzündungen oder Tumoren.  

Neben den eben beschriebenen Gallenfarbstoffen enthält die Galle übrigens noch viele weitere interessante Substanzen, die für die umfassenden Effekte der Galle auf den Körper verantwortlich sind. Dazu zählen z.B. das Cholesterin und verschiedene Phospholipide sowie Mineralstoffe, Enzyme und die sogenannten primären Gallensäuren (Cholsäure, Chenodesoxycholsäure). Die Gallensäuren werden dabei oft auch als Gallensalze bezeichnet, weil sie als Komplexe, d.h. gebunden an den positiv geladenen Mineralstoff Natrium oder an die Aminosäuren Glycin oder Taurin vorliegen. 

Gallensalze und Phospholipide sind übrigens diejenigen Gallebestandteile, die für die erwähnte Emulgierung der Fette verantwortlich sind. Der Grund dafür ist, dass Gallensäuren und Phospholipide sowohl über einen wasserliebenden als auch einen wasserabweisenden Anteil im Molekül verfügen, was dazu führt, dass sich ihre wasserabweisenden Anteile einander zuwenden und sich dadurch einschichtige rundlich angeordnete Membranen bilden, vergleichbar mit kleinen Seifenblasen. In diese wasserlöslichen Blasen können nun die wasserunlöslichen Nahrungsfette und die wasserunlöslichen bzw. fettlöslichen Vitamine wie Vitamin A, E, D und K eingeschlossen und so durch den Darm bis in die  Dünndarmschleimhautzellen transportiert werden. Eines an dieser Mizellenbildung beteiligten Phospholipide ist übrigens das Lecithin, das wir alle auch als Nahrungsfett in Form von Eiern, Sojabohnen, Ölsaaten, Innereien oder Butter kennen und zu uns nehmen

 

Viele Inhaltsstoffe, die wir in der Galle finden, werden übrigens in der Leber selbst produziert, so z.B. auch das Cholesterin und Cholesterin ist eine Schlüsselsubstanz im Körper. Aus Cholesterin werden in der Leber sowohl Gallensäuren als auch viele Hormone gebildet. Benötigt der Körper viele Gallensäuren für die Verdauung oder gerade Hormone, werden folglich die körpereigenen Cholesterinreserven geleert und der Cholesterinspiegel sinkt. Diesen Mechanismus macht man sich übrigens heute in der Ernährungstherapie sehr gerne zunutze, indem man Menschen mit erhöhten Cholesterinspiegeln empfiehlt, viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Die Ballaststoffe binden dann die Gallensäuren im Darm, welche nun über den Stuhl forciert ausgeschieden werden. Dies wiederum macht eine Nachproduktion von Gallensäuren aus dem Vorläufermolekül Cholesterin in der Leber notwendig und senkt auf diese Weise den Cholesterinspiegel. 

Gallensäuren werden sorgsam recycled

Normalerweise scheiden wir Gallensäuren übrigens kaum über den Stuhl aus, weil sie für den Körper wertvolle Substanzen darstellen und er diese drum ungern hergibt. Nicht umsonst hat der Körper ein ausgeklügeltes Recylingsystem für sie entwickelt, indem er Gallensäuren, nachdem sie ihre Aufgabe bei der Fettemulgierung und Fettaufnahme im Darm erfüllt haben, zu 90 % wieder aus dem Darm rückabsorbiert werden. Über die Pfortader gelangen sie so vom Darm zurück zur Leber und können dann erneut in der Leber genutzt und anschließend in die Galle abgegeben werden. Man spricht deshalb auch vom sogenannten Darm-Leber-Kreislauf – im Fachjargon als entero-hepatischer Kreislauf bezeichnet. Gallensalze können so 6-10 Male wiederverwendet werden. 

Lediglich ein kleiner Teil der Gallensäuren gelangt gewöhnlich in den Dickdarm und wird über den Stuhl ausgeschieden. Und dass Gallensäuren nur in geringen Mengen im Dickdarm landen ist auch gut so, denn der Dickdarm ist voller Bakterien, die sonst die primären Gallensäuren in zu viele sogenannte sekundäre Gallensäuren (Desoxycholsäure, Lithocholsäure) verwandeln würden. Diese sekundären Gallensäuren sollen aber nicht in höheren Konzentrationen in den Dickdarm gelangen, weil sie das Gewebe des Dickdarms schädigen und dort Darmkrebs begünstigen können. Auch sollen sie andere Krebsarten im Körper fördern, wenn sie vom Dickdarm in den Blutkreislauf gelangen. 

Chiang, John Y L. “Bile acid metabolism and signaling.” Comprehensive Physiology vol. 3,3 (2013): 1191-212. doi:10.1002/cphy.c120023

Galle – unser körpereigenes Abführmittel

Wie wir heute wissen, sind Gallensäuren jedoch nicht nur wichtig für unsere Fettverdauung und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und vieler gesundheitsförderlicher sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, die oftmals auch fettlöslich sind. Die Gallensäuren in der Galle fungieren auch als unser körpereigenes Abführmittel, d.h. sie stimulieren die Peristaltik des Darms, indem sie Wasser in den Darm ziehen, wodurch sich der Stuhl erweicht, voluminöser wird und leichter ausscheiden lässt. Auch zeigen Gallensäuren starke antimikrobielle Eigenschaften. 

Durch diese abführende und antimikrobielle Wirkung verhindern Gallensäuren entsprechend Fehlbesiedlungen im Darm, insbesondere die Ansiedlung von Bakterien und Pilzen im Dünndarm, der im Gegensatz zum Dickdarm kaum mit Keimen besiedelt sein sollte. Solche Fehlbesiedlungen im Dünndarm werden heutzutage immer häufiger und führen dazu, dass Bakterien sich im Dünndarm über die dort noch nicht absorbierte Nahrung hermachen. Sie treten folglich mit uns in Konkurrenz um Nährstoffe und führen dann zu Nährstoffmängeln – trotz vollen Teller ! -, weil die Bakterien im Dünndarm nun die Nahrung für sich nutzen und abbauen. 

Leider produzieren sie beim Abbau der Nährstoffe als Nebenprodukt auch noch allerlei Stoffwechselprodukte wie Gase, Säuren etc., die vielfältige Verdauungsprobleme verursachen können. Blähungen, die schon kurze Zeit nach dem Essen auftreten sowie Breistuhl oder auch Verstopfung sind übrigens Hinweise auf eine solche Überbesiedelung des Dünndarms mit Bakterien, die durch Gallestaus, Mangel an Galle oder auch Mangel an Magensäure entstehen können. Eine solche Fehl- und Überbesiedlung des Dünndarms nennt man übrigens SIBO, was für den englischen Terminus „small intestinal bacterial overgrowth“ steht.

 

Gallensäuren sind Signalmoleküle und Schlankmacher 

Die Galle ist aber keineswegs nur ein Saft, der seine Wirkungen – wie eben beschrieben – im Darm entfaltet. Mittlerweile wissen wir, dass die Gallensäuren in der Galle auch sehr bedeutende Signalmoleküle sind. Das heißt, diese primären Gallensäuren wirken nicht nur im Darm, sondern entfalten auch interessante Wirkungen, wenn sie von den Darmschleimhautzellen über die Pfortader zur Leber transportiert werden. Wie mittlerweile erwiesen ist, können Gallensäuren an bestimmte Rezeptoren innerhalb der Leberzelle binden und Gene aktivieren, die eine Rolle bei der Regulation unseres Blutzuckerspiegels, unserer Blutfette und unseres Kalorienverbrauchs spielen. 

Gallensäuren aktivieren demnach Gene, die die Insulinwirkung an den Zellen verbessern, die Glucosebildung in der Leber unterdrücken und die Aufnahme von Fetten aus dem Blut steuern. Somit helfen Gallensäuren erhöhte Blutzucker und erhöhte Blutfette zu senken. Auch können sie Gene aktivieren, die für die Bildung von Enzymen verantwortlich sind, welche die inaktiven Vorstufen der Schilddrüsenhormone in ihre aktive Form überführen. Da die Höhe an aktiven Schilddrüsenhormonen über unseren Energieverbrauch entscheidet, sind Gallensäuren somit quasi auch kleine körpereigene Schlankmacher, die unsere Körpertemperatur regulieren. Dieser Mechanismus erklärt übrigens, warum Störungen der Leber und Galleproduktion nicht selten zu einer Unterfunktion der Schilddrüse und damit zu einer Gewichtszunahme oder auch Kälteempfindlichkeit führen können. 

Aber damit längst noch nicht genug. Interessant und spannend ist auch, dass Gallensäuren an Cortisol-Rezeptoren innerhalb der Zelle binden und so Gene aktivieren können, die für die Bildung von Proteinen sorgen, die Entzündungen im Darm, in der Leber, aber auch im Gehirn drosseln. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass Gallensäuren viel zu wenig beachtete Moleküle in der Vorbeugung und Behandlung von Diabetes, Fettleber, Übergewicht, erhöhten Blutfetten und Herz-Kreislauferkrankungen darstellen und uns vor Entzündungen und auch Schäden des Nervensystems schützen können.

Chiang, John Y L. “Bile acid metabolism and signaling.” Comprehensive Physiology vol. 3,3 (2013): 1191-212. doi:10.1002/cphy.c120023

Über die Galle entgiften wir

Nicht unerwähnt bleiben sollte neben diesen Wirkungen, dass wir mit und dank der Galle zahlreiche Giftstoffe aus dem Entgiftungsorgan Leber in den Darm befördern und dann über den Stuhl ausscheiden. Ein gesunder Gallefluss ist deshalb so wichtig, wenn es um das Thema Detox, sprich Entgiftung geht. Wer stets dafür sorgt, dass seine Leber gesund bleibt, ausreichend Galle produziert und diese auch gut in den Darm abfließen kann, der verhindert, dass Schadstoffe sich zurückstauen oder unnötig über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Gerade die Nieren sind jene Organe, die heutzutage viel zu häufig überlastet werden und dadurch Funktionsverluste zeigen, einfach weil die Entgiftung über die Galle bzw. den Stuhl leider ungenügend funktioniert.

Ein weiterer Bestandteil der Galle, der ebenfalls sehr interessant und relevant ist, ist übrigens das Natrium-Bikarbonat und das Verdauungsenzym namens alkalische Phosphatase. Natrium-Bikarbonat, was wir außerhalb des Körpers auch als Natron kennen, verleiht der Galle seinen alkalischen, sprich basischen pH-Wert. Das ist enorm wichtig, denn nur so kann die Galle den sauren Speisebrei, der aus dem Magen kommt, neutralisieren und verhindern, dass die zarte Dünndarmschleimhaut durch Magensäure verätzt wird und sich dadurch etwa entzündet. Auch sorgt der basische pH-Wert von ca. 8 dafür, dass Verdauungsenzyme, die aus der der Bauchspeicheldrüse in den Dünndarm bzw. Zwölffingerdarm zufließen, aktiviert werden. In einem sauren Milieu würden diese Enzyme gar nicht arbeiten können und die Nahrung bliebe dann größtenteils unverdaut, was erneut zu Verschiebungen der Darmflora, Verdauungsstörungen und Nährstoffmängeln führen würde. Ohne Galle kann die Bauchspeicheldrüse entsprechend ihre Verdauungsfunktion gar nicht nachkommen.

Die Zusammensetzung dieses Zaubersaftes namens Galle muss übrigens immer sehr ausgewogen sein, d.h. sie darf nicht zu viel von dem einen oder zu wenig von dem anderen Bestandteil enthalten. Enthält die Galle z.B. zu viel Cholesterin, zu viel Calcium oder zu viel des Gallenfarbstoffs Bilirubin und dafür zu wenige Gallensalze oder zu wenige Phospholipide, kann es zu Auskristallisationen bzw. der gefürchteten Steinbildung kommen. 

Zu viel Cholesterin und zu wenig Gallensalze enthält die Galle oftmals dann, wenn der Abbau von Cholesterin zu Gallensalzen eingeschränkt ist, so z.B. bei einer erhöhten Leberbelastung oder Leberfunktionsstörungen. Auch Infektionen und Stress können ein wesentlicher Faktor für zu wenige Gallensalze in der Galle sein, denn Toxine von Bakterien können die Gallensäureabgabe blockieren. Stress auf der anderen Seite hat zur Folge, dass Cholesterin bevorzugt zur Bildung von Stresshormonen herangezogen und Cholesterin nicht mehr in Gallensäuren umgewandelt wird. Hinzu kommt, dass unter Stress der Abfluss der Galle immer beeinträchtigt wird, weil sich der Ringmuskel (Sphinkter Oddi) am Ende des Ausführungsgangs des Gallenblasengangs krampfartig anspannt und den Gallengang auf diese Weise verschließt. So wird Galle in die Gallenblase zurückgestaut und die Steinbildung noch weiter begünstigt. 

Auch zu lange Nahrungspausen und sehr fettarme Kost sind unvorteilhaft, weil es auch dann zu einem Anstau der Galle bzw. es zu keiner Entleerung der Gallenblase kommt. Deshalb ist Fasten oder das beliebte Überspringen des Frühstücks bei einer Neigung zu Gallensteinen nicht so wirklich vorteilhaft, weil dadurch die Verweildauer der Galle zunimmt und diese leichter „eintrocknen“ kann. 

Besonders wir Frauen neigen übrigens zu Gallensteinen, weil wir höheren Östrogenspiegel haben, wodurch der Cholesteringehalt der Galle ansteigt und die Gallensalzen dann nicht ausreichen, um das Cholesterin ausreichend in Lösung zu halten. 

Ja, wie dieser umfangreiche und hoffentlich für Sie interessante Beitrag zum Thema Galle zeigt, ist dieser Körpersaft für unsere Gesundheit von großer Bedeutung und ich freue mich drum schon jetzt, Ihnen im nächsten Beitrag wertvolle Tipps zu geben, mit denen Sie ihren Gallefluss deutlich anregen, den Gallefluss verbessern und ihre Leber bei der Produktion dieser Galle effektiv unterstützen können. 

29 Nov

Schutz und Entfernung von fliegenden Pestiziden auf Lebensmitteln

by Nadia Beyer Nov 29, 2019 0 Ernährungstipps

Dass Pestizide heutzutage ein gesundheitliches Problem darstellen ist sicher allen bekannt und bewusst. Aus diesem Grunde kaufen die Gesundheitsbewussten unter uns ihre Lebensmittel ja auch primär in Bioläden. Das Problem dabei ist leider nur, dass dies nicht immer ausreicht, um sich genügend vor Pestiziden zu schützen, weil diese Pestizide oft kilometerweit durch die Luft fliegen und somit auch vor heimischen Gärten und Bio-Anbaufeldern nicht Halt machen. 

Bei hohen Temperaturen und starken Wind ist diese Kontamination per sogenanntem Abdrift dabei besonders hoch und traurigerweise sind die Belastungen durch den Pestizideinsatz dabei mittlerweile fast ganzjährig. Wie stark die Pestizidbelastungen sein können, zeigt mal wieder eine an verschiedenen Standorten in Südtirol durchgeführte Untersuchung mit dem treffenden Namen „Vom Winde verweht“, deren Ergebnisse das Umweltinstitut in München im März diesen Jahres veröffentlicht hat. Auch in Deutschland ist von einer ähnlichen Belastung auszugehen, wie erste Ergebnisse einer groß angelegten Untersuchung zeigen, die vom Umweltinstitut München in Zusammenarbeit mit dem „Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft“ an 200 Standorten durchgeführt wird. Auch das eigentlich nicht-flüchtige Glyphosat wurde dabei auf unbehandelten Flächen gefunden.  READ MORE

8 Nov

Die 5 besten und wichtigsten Entgiftungstipps

by Nadia Beyer Nov 8, 2019 2 Ernährungstipps

Wie ich in vergangenen Beiträgen bereits thematisiert habe, ist Entgiftung ein lebenslanger und ein unser Leben erhaltender Prozess. Schadstoffe, die wir von außen aufnehmen, aber auch Substanzen, die unser Körper täglich auf’s Neue selber produziert, müssen ausreichend und vor allem schnell genug entgiftet werden, damit sie uns nicht krank machen. Besonders die vom Körper selbst produzierten Substanzen stellen dabei eine oft völlig unterschätzte Problematik dar, denn sie sorgen dafür, dass unser Entgiftungssystem oftmals bereits ausgelastet ist und wir deshalb kaum noch zusätzliche Schadstoffe von außen tolerieren. Wie dieser Prozess des Entgiftens im Körper genau funktioniert und warum wir nicht alle gleichgute Entgifter sind, ist übrigens sehr spannend und aus dem Grund auch bereits Gegenstand zweier Beiträge von „Carrots & Coffee Radio“ gewesen.

 

 

In dem heutigen Beitrag möchte ich nach viel Theorie nun für Sie etwas praktischer werden und Ihnen fundamentale Tipps und Maßnahmen vorstellen, wie Sie diesen wichtigen körpereigenen Prozess des Entgiftens unterstützen können. Sie sollen Ihnen helfen, Ihre Gesundheit zu bewahren, denn unsere schleichende Vergiftung ist mittlerweile Ursache vieler Krankheiten und unterschiedlichster Beschwerdebilder geworden. Die Tipps sind übrigens meinem Buch „Toxfrei – Selbsthilfe und Prävention mit Gripps“ entnommen, in dem ich das Thema umfassend beleuchtet habe und in dem Sie viele weitere wertvolle Anregungen zum Entgiften und zum Thema Darmsanierung und Wiederherstellung Ihrer Verdauungsgesundheit finden können. READ MORE

30 Aug

Gute und schlechte Entgifter

by Nadia Beyer Aug 30, 2019 0 Ernährungstipps

Wer sich umschaut, wird sicher schon beobachtet haben, dass Menschen, die unter vergleichbaren Lebensbedingungen leben und sehr ähnlichen Schadstoffmengen oder Stresspegeln ausgesetzt sind, nicht immer gleichermaßen dadurch krank werden. Auch stellt sich häufig die Frage, wie kann es sein, dass so mancher Mensch ein Leben lang raucht, häufig trinkt und trotzdem sehr alt wird, während ein anderer auf all dies verzichtet und dennoch früh an Krebs erkrankt? Woran liegt das?

Für diese Fälle, die sicher viele von uns kennen, gibt es mehr als eine Erklärung sprich viele Gründe. Eine der wesentlichen Gründe ist jedoch unsere individuell oftmals deutlich abweichende Fähigkeit zu entgiften, sprich uns belastender Substanzen – seien es Schadstoffe von außen oder Stoffwechselrückstände von innen – zu entledigen. Und diese Entgiftungsfähigkeit wiederum hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, auf die ich in diesem Beitrag gerne näher eingehen möchte. 

Sich mit diesen Faktoren auseinanderzusetzen macht deshalb großen Sinn, denn wenn wir sie kennen, können wir unsere persönliche Entgiftungskapazität gezielter verbessern, indem wir entsprechend an den wichtigen Stellschrauben drehen bzw. unsere persönlichen Schwachpunkte angehen. So steigt auch für Menschen mit zunächst schwacher Entgiftungsleistung, die Chance trotz zunehmender Belastungen gesund zu bleiben oder sich bestenfalls gar von Krankheiten zu befreien, die durch eine erhöhte Schadstoffbelastung verursacht wurden. READ MORE

2 Aug

Wie entgiftet unser Körper eigentlich?

by Nadia Beyer Aug 2, 2019 0 Ernährungstipps

Um unseren Körper bei der Entgiftung unterstützen zu können, ist es immer sinnvoll, sich zunächst mit der Entgiftung selbst zu beschäftigen bzw. damit, wie Entgiftung im Körper überhaupt funktioniert. Erst, wenn wir dies verstanden haben, können wir die Sinnhaftigkeit so mancher Empfehlung besser beurteilen, einordnen und vor allem auch die für uns richtigen Prioritäten bezüglich der Vielzahl an Entgiftungsmaßnahmen setzen.

Wenn es um die Entgiftung unseres Körpers geht, denken viele sicher zunächst an all das, was unseren Körper täglich über diverse Körperöffnungen verlässt, sei es Stuhl, Urin oder Schweiß und wir denken entsprechend an die dafür zuständigen Ausscheidungsorgane, die daran beteiligt sind, wie z.B. den Darm, die Nieren oder die Haut. Und das ist auch völlig korrekt, denn über diese Wege scheiden wir sowohl Abfallstoffe unseres eigenen Zellstoffwechsels, Toxine stammend von Bakterien und Pilzen sowie die in unseren Körper eingedrungenen Fremdstoffe aus. Doch bevor wir diese Stoffe auf natürlichem Wege aus dem Körper befördern können, muss unser Körper oft einige Vorbereitungsarbeiten treffen, denn das, was wir an Schadstoffen aufnehmen oder selbst in unserem Körper entsteht, ist oftmals fettlöslicher Natur und kann in dieser Form den Körper nicht so einfach über solch wässrige Medien, wie Urin, Schweiß oder Stuhl verlassen.

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16 Jun

Macht Entgiften wirklich Sinn?

by Nadia Beyer Jun 16, 2019 0 Ernährungstipps

Überall hört und liest man über Entgiften. Das neue Zauberwort heißt DETOX und viele fragen sich: Kann man seine körpereigene Entgiftung durch sogenannte Detox-Maßnahmen wirklich beeinflussen und ist dies vor allem notwendig und sinnvoll? Ist der Körper nicht in der Lage, selber für eine angemessene Entgiftung zu sorgen und der ganze Hype um das Thema deshalb nicht am Ende doch Angst- und Geschäftemacherei?

Durch meine eigenen Recherchen und persönlichen Erfahrungen mit meiner Gesundheit und auch der vieler Klienten innerhalb der Ernährungstherapie bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Detox bedauerlicherweise kein Mythos ist und es großem Sinn macht, sich mit dem Thema Entgiftung ernsthaft auseinanderzusetzen. Dadurch lässt sich viel Leid vermindern und kann unsere Lebensqualität spürbar gesteigert werden. Es gibt sie demnach tatsächlich: Wirksame Maßnahmen, die unsere körpereigene Entgiftungsleistung unterstützen und verbessern können! Aber auf der anderen Seite gibt es aber auch viele dubiose Entgiftungsmaßnahmen, die vehement propagiert und bei genauer Betrachtung absolut keinen Sinn machen, wie z.B. Smoothies mit Aktivkohle und gibt es Maßnahmen, die uns sogar Schaden können, wie z.B. der Verzehr von großen Mengen Chlorella-Algen, Zeolith oder Bentonit unbekannter Reinheit sowie ausgedehnte Fastenkuren.

Maßnahmen zur Unterstützung unserer körpereigenen Entgiftung halte ich angesichts unserer zunehmenden Belastungen wirklich für erforderlich. Die Konzentration der Fremdstoffe, die wir über die Luft in die Lunge einatmen, die wir mit dem Essen und den Getränken über den Darm aufnehmen oder diejenigen, die über die Haut in unseren Körper diffundieren, nehmen stetig und messbar zu. Allein die Zunahme dieser größtenteils von Menschen geschaffenen Substanzen und deren unbekannten Wechselwirkungen und Summationseffekte, sind alleine schon Grund genug, sich dem Thema Entgiftung anzunehmen. In meinem Buch Toxfrei liefere ich deshalb zur Bewusstmachung zahlreiche Beispiele für Schadstoffe und erläutere, wo diese vorkommen, was sie im Körper bewirken und wie Sie sich bestmöglich vor ihnen schützen können. Angefangen bei Schadstoffen in Lebensmitteln, Verpackungen, Kleidung bis hin zu Giftstoffen in Kosmetika, Wohntextilien oder Zahnfüllungen.

http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Was bei der Diskussion um das Thema Entgiftung und Detox meiner Meinung jedoch oftmals völlig außer Acht gelassen wird ist, dass unser Entgiftungssystem neben diesen externen Toxinen jeden Tag körpereigene Substanzen ausreichend entgiften muss, wenn wir gesund bleiben wollen. Dazu zählen beispielsweise Stresshormone, die wir teilweise chronisch in zu hohen Mengen produzieren sowie Endprodukte unseres Stoffwechsels, wie z.B. Harnstoff, Harnsäure, oxidierte oder auch   verzuckerte Biomoleküle. Auch fallen in unserem Körper oft zu viele organische Säuren an, wenn wir nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe zu uns nehmen.

Zu den zu entgiftenden Substanzen zählen darüber hinaus aber auch Signalstoffe des Immunsystems wie z.B. Histamin sowie Giftstoffe, die im Laufe des Verdauungsprozess in unserem Darm entstehen. Letztere waren für mich der wesentliche Grund mich mit der Bedeutung der körpereigenen Entgiftung zu widmen. Sie entstehen insbesondere durch Fehlernährung und Verdauungsschwäche.

Durch eine unzureichende Verdauung und Aufspaltung der Nahrung kommt es im Darm zu übermäßigen mikrobiellen Zersetzungsprodukten und der Entstehung von Darmtoxinen, die über die Darmschleimhaut in unseren Körper gelangen. Ist die Darmschleimhaut dann auch noch krankhaft durchlässig, was man auch als Sickerdarm oder „leaky gut“ bezeichnet, dann ist die Absorption dieser und anderer Giftstoffe sogar noch zusätzlich erhöht. Menschen die demnach unter einer schwachen Verdauung leiden, eine gestörte Darmflora aufweisen oder deren Immunsystem durch Allergien oder Autoimmunprozesse permanent auf Hochtouren läuft, sind viel gefährdeter durch zusätzliche Schadstoffe von außen Schaden zu nehmen. Das heißt, dass bei vielen Menschen der Körper selbst schon für eine ausreichende Beanspruchung seines Entgiftungssystems sorgt, so dass zusätzliche Belastungen von außen das schon gut gefüllte Fass schnell zum Überlaufen bringen. Diese Menschen tolerieren nur noch wenig Extra-Gift und sind entsprechend sensitiver als andere gegenüber Fremdstoffbelastungen von außen.

 

Hinzu kommt, dass die Entgiftungsorgane bei vielen von uns nicht in einem optimalen Gesundheitszustand sind. Dazu zählen neben der Leber, die Nieren, das Lymphsystem und unsere Darmschleimhaut.

Grund dafür sind oftmals die Giftstoffe selbst, die diese Organe und Gewebe schädigen können sowie der zunehmende Leistungsdruck und unsere häufige dem Stress geschuldete Fehlernährung. Wer gestresst und unter Druck ist, braucht noch mehr Vitalstoffe als normal, ernährt sich aber meist gerade dann umso ungesünder. Bei Überlastung greifen wir gerne zu bequemen Ready-to-eat Produkten, wie belegten Brötchen, Pizza, Schokolade und anderen leicht verfügbaren und aufmunternden Speisen, die uns zwar Kalorien, aber nicht die für ihre Verstoffwechslung notwendigen Vitamine und Mineralstoffe mitliefern. Auch trinken wir bei Stress meist zu wenig Wasser, dafür aber umso mehr Kaffee, um die Stimmung zu heben und den Leistungsdruck standzuhalten und konsumieren mitunter auch mehr Alkohol, um runterzufahren und uns zumindest kurzfristig zu entspannen.  Ein Teufelskreis, dem wir nur entkommen können, wenn wir uns ihm bewusstwerden, unsere Prioritäten verändern und uns im Alltag so organisieren lernen, dass wir in stressigen Momenten gesunde Lebensmittel griffbereit haben, die sowohl unser Bedürfnis nach Schmackhaftigkeit befriedigen als auch ausreichend Vitalstoffe bereitstellen.

Eine solche Über- oder Fehlernährung ist für unsere Gesundheit und Entgiftung aber auch deshalb so fatal, weil nicht nur unser normaler Stoffwechsel, sondern auch unsere Entgiftung, auf eine ausreichende Zufuhr von Vitalstoffen angewiesen ist. Fehlen diese, laufen diese durch Enzyme katalysierten Prozesse nur mangelhaft ab und können toxische Fremdstoffe und deren Stoffwechselzwischenprodukte sich anstauen, einlagern und ihr schädigendes Potential auf verschiedenste Gewebe entfalten. Wenn es sich dabei um das Nervensystem oder endokrine Organe, wie die Schilddrüse handelt, wird es für uns besonders kritisch und symptomatisch.

Eine weitere Ursache für den schlechten Zustand unserer Entgiftungsorgane und unserer mangelhafte Entgiftungsfähigkeit sind neben Fehlernährung und Stress auch die meist nicht „artgerechte Haltung“ unserer selbst. Die meisten von uns sitzen zu viele Stunden am Tag und vor allem häufig ohne die nötige Unterbrechung am Stück. Und wir halten uns zu 90 % der Tageszeit in Innenräumen auf. Der Bewegungsmangel hat zur Folge, dass unsere Durchblutung und unser Lymphabfluss unzureichend wird und unsere Organe, gefördert durch Fehl- und Überernährung, zunehmend und oft unbemerkt verfetten, v.a. die entgiftungsrelevante Leber. Ein Licht- und Vitamin-D-Mangel beeinträchtigt sämtliche Körperfunktionen und macht entsprechend auch vor unseren Entgiftungsorganen nicht halt. Auch beeinträchtigt der Tageslichtmangel unser Immun- und Hormonsystem und kann so die inneren Belastungen mit entstehenden Entzündungseiweißen, Antikörpern etc. erhöhen.

Im Grund ist unser Körper ein Wunderwerk der Natur und würden wir nicht in einer solch technisierten industriellen Zeit leben, würde ich den Detox-Kritikern Recht geben und bräuchte es vieler der in meinem Buch Toxfrei beleuchteten Detox-Maßnahmen nicht. Wir aber leben heute und genießen dadurch viele Annehmlichkeiten, von denen unsere Vorfahren nicht einmal gewagt hätten zu träumen. Das alles hat aber leider seinen Preis und fordert uns zur Selbstreflektion und zum Umdenken auf. In die Höhle zurück, können und denke ich, wollen wir auch nicht, aber unendliches Wachstum ist nicht nebenwirkungslos möglich und wir müssen deshalb was verändern. Die Anpassungs- und Kompensationskapazität unseres Körpers kann mit den rasanten Veränderungen unserer Lebensumwelt nicht Schritt halten und gelangt bei vielen von uns an ihre Grenzen. Ein Ausdruck dessen sind meiner Ansicht nach besonders die Zunahme an Autoimmunerkrankungen, Allergien, neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen und Krebs.

Wenn wir also Veränderung wollen, dann müssen wir uns selber verändern und die Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen. Warten Sie nicht bis Gesundheits-behörden und andere staatliche Institutionen ihre Einstellung zum Thema Umweltschutz ändern oder die Schulmedizin mehr auf Prävention setzt oder ihre Vorgehensweise in der Bewältigung von Krankheit ändert. Werden Sie selbst aktiv und erweitern Sie Ihr Wissen rundum das Thema Prävention, Entgiftung und nutzen Sie das Potential einer optimierten Ernährung. Mein Buch ToxFREI möchte Ihnen dabei helfen, und ich werde deshalb in den nächsten Beiträgen immer wieder Themen aus meinem Buch aufgreifen und Sie dadurch hoffentlich für das Thema begeistern und es etwas aus dem Zwielicht der Pseudowissenschaftlichkeit heben können.

Entgiftung geht JEDEN an!

Mehr erfahren Sie unter www.toxfrei.de

13 Jun

Rezept: Fermentiertes Buchweizenbrot

by Nadia Beyer Jun 13, 2019 0 Rezepte

Super bekömmlich und glutenfrei

Zutaten:

500g Buchweizen
2-3 TL Salz
700 ml Wasser
Brotgewürz, nach Bedarf
Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen…nach Wunsch

 

Zubereitung:

Buchweizen morgens in einer Glasschüssel oder in einem Topf mit dem Wasser übergießen und 24 Stunden lang einweichen. Gelegentlich umrühren. Die Körner müssen die ganze Zeit vom Wasser bedeckt sein! Gegebenenfalls etwas Wasser hinzufügen.
Nach 24 Stunden alles 10 sec. auf Stufe 7 im Thermomix oder einem anderen leistungsstarken Mixer pürieren. Salz und Saaten hinzufügen und gründlich unterrühren. Den Teig in eine Kastenform füllen, in der Mitte der Länge nach einmal einritzen und zugedeckt weitere 8 Stunden bis zum Nachmittag/Abend stehen lassen. Nach 8 Stunden das Brot in den auf 50 Grad Celsius vorgeheizten Ofen – keine Umluft – geben und die Temperatur nach 10 Minuten auf 180 Grad Celsius erhöhen. Das Brot ca. 1,5 Stunden backen. Das Brot ist fertig, wenn die Oberfläche aufplatzt und sich eine dunkle Kruste gebildet hat. Brot aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.

Tipp: Für einen noch besseren Backerfolg, dem Wasser zusätzlich 10 ml ANCENASAN Mikroflora (Fermentgetränk mit aktiven Mikroorganismen) zugeben. Das Brot schmeckt sehr gut, wenn Ihr es vor dem Servieren nochmal toastet.

Aufbewahrung: Kühlschrank

18 Jan

Risiken einer glutenfreien Ernährung

by Nadia Beyer Jan 18, 2019 0 Ernährungstipps

Viel Menschen ernähren sich heute glutenfrei und erfahren dadurch nicht selten eine große Linderung ihrer oft chronischen Symptomatiken. Dazu zählen vor allem Menschen mit Zöliakie und nicht-zöliakiebedingter Glutensensitivität (NCGS), deren Symptome von Verdauungsstörungen über Ekzeme bis hin zu Gelenkschmerzen und chronischer Müdigkeit reichen.

Bei aller Euphorie und den vielen Vorteilen, die die Elimination des Glutens vom täglichen Speiseplan mit sich bringt, möchte ich heute der Vollständigkeit und auch Fairness halber über mögliche Gesundheitsrisiken sprechen, die sich aus einer glutenfreien Ernährung ergeben können oder unter glutenfrei lebenden Personen vorherrschen. Nur wer diese Risiken kennt, kann sie auch vermeiden und wird auch langfristig von den Vorteilen einer glutenfreien Ernährung profitieren.

Die Gesundheitsrisiken, die sich aus einer glutenfreien Ernährung ergeben können, sind in erster Linie davon abhängig, welche Lebensmittel die bisherigen glutenhaltigen Getreide und Produkte ersetzen. Wer kein glutenhaltiges Brot, Nudeln etc. mehr isst, isst logischerweise dafür etwas anderes und dieses Andere kann in Abhängigkeit von der verzehrten Menge, Verzehrhäufigkeit und Qualität auf lange Sicht neue gesundheitliche Probleme schaffen. READ MORE

15 Mai

Neues aus der Salz-Forschung

by Nadia Beyer Mai 15, 2017 0 Ernährungstipps ,

Salz macht Menschen zu gestressten Wasser produzierenden Kamelen

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Wie Forscher jetzt herausgefunden haben, produziert der Körper bei hohem Salzkonsum – ähnlich wie Kamele beim Wüstenmarsch – Wasser in Eigenregie, um seinen Wasser- und Elektrolythaushalt im Lot zu halten. Und das geht so: Wenn wir viel Salz aufnehmen, setzt unser Körper vermehrt Stresshormone (Cortisol und Adrenalin) frei. Diese kurbeln dann den Stoffwechsel an und steigern den Abbau von Muskel- und Fettgewebe (Katabolismus). Die freigesetzten Energieträger in Form von Eiweißen und Fetten werden anschließend in den körpereigenen „Kraftwerken“, den Mitochondrien unter Energiegewinn „verbrannt“. Dabei entsteht sogenanntes Oxidationswasser, was gemeinsam mit einer vermehrten Salzausscheidung über den Urin die Aufrechterhaltung des Wasser- und Elektrolythaushalt im Körper sicher stellt. Der Mensch produziert also bei Wassernotstand bzw. bei Salzüberschuss – ähnlich wie Kamele durch den Abbau ihrer Fett-Höcker – selbst Wasser.

Wer nun allerdings glaubt, durch eine „Salzdiät“ die lästigen Fettpölsterchen endlich loswerden zu können, der täuscht sich. Denn die Studien zeigen, dass leider mit dem Salzkonsum auch der Appetit und die Energieaufnahme steigen und der Körper auf diese Weise versucht, den salzbedingten Verlust an Muskel- und Fettgewebe wett zu machen. War also doch nix mit der neuen Salz- bzw. Wüstendiät, um die Pfunde purzeln zu lassen : )…es sei denn, du stehst auf Hungern und hohen Blutdruck!

 

Zu den Originalarbeiten:

Increased salt consumption induces body water conservation and decreases fluid intake. Rakova N, et al. J Clin Invest. 2017.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/28414295/?i=4&from=salt%20water%20conservation

High salt intake reprioritizes osmolyte and energy metabolism for body fluid conservation. Kitada K, et al. J Clin Invest. 2017. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/28414302/?i=3&from=salt%20water%20conservation

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