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Die 5 besten und wichtigsten Entgiftungstipps

Die 5 besten und wichtigsten Entgiftungstipps

Nadia Beyer Nov 8, 2019 2 465

Wie ich in vergangenen Beiträgen bereits thematisiert habe, ist Entgiftung ein lebenslanger und ein unser Leben erhaltender Prozess. Schadstoffe, die wir von außen aufnehmen, aber auch Substanzen, die unser Körper täglich auf’s Neue selber produziert, müssen ausreichend und vor allem schnell genug entgiftet werden, damit sie uns nicht krank machen. Besonders die vom Körper selbst produzierten Substanzen stellen dabei eine oft völlig unterschätzte Problematik dar, denn sie sorgen dafür, dass unser Entgiftungssystem oftmals bereits ausgelastet ist und wir deshalb kaum noch zusätzliche Schadstoffe von außen tolerieren. Wie dieser Prozess des Entgiftens im Körper genau funktioniert und warum wir nicht alle gleichgute Entgifter sind, ist übrigens sehr spannend und aus dem Grund auch bereits Gegenstand zweier Beiträge von „Carrots & Coffee Radio“ gewesen.

 

 

In dem heutigen Beitrag möchte ich nach viel Theorie nun für Sie etwas praktischer werden und Ihnen fundamentale Tipps und Maßnahmen vorstellen, wie Sie diesen wichtigen körpereigenen Prozess des Entgiftens unterstützen können. Sie sollen Ihnen helfen, Ihre Gesundheit zu bewahren, denn unsere schleichende Vergiftung ist mittlerweile Ursache vieler Krankheiten und unterschiedlichster Beschwerdebilder geworden. Die Tipps sind übrigens meinem Buch „Toxfrei – Selbsthilfe und Prävention mit Gripps“ entnommen, in dem ich das Thema umfassend beleuchtet habe und in dem Sie viele weitere wertvolle Anregungen zum Entgiften und zum Thema Darmsanierung und Wiederherstellung Ihrer Verdauungsgesundheit finden können.

 

Tipp Nr. 1

 „Essen und trinken Sie soviel Gemüse, wie Sie können bzw. von der Verdauung her tolerieren.“

Dieser 1. Tipp mag banal und wenig sexy klingen, hat es aber verdammt in sich, wenn wir ihn tatsächlich ernst nehmen und vor allem in die Tat umsetzen. Gemüse ist schlicht und ergreifend Heilkost und sie ist aus vielerlei Hinsicht höchst effektiv für einen besser funktionierenden Entgiftungsprozess. Welche Veränderungen eine gemüsebetonte Ernährung bewirken kann, zeigen eindrucksvoll die Erfahrungen chronisch Kranker und Krebskranker mit z.B. der Gerson-Therapie und ähnlichen Therapiemodellen, die stark auf Ernährung basieren.

Was macht Gemüse aber nun so heilsam? Gemüse ist in erster Linie hoch basisch und es ist die wichtigste Quelle für Kalium in unserer Ernährung. Und gerade der Bedarf an basischen Substanzen und Kalium wird von den meisten von uns heute bei weitem nicht gedeckt.

Diese beiden Substanzen sind aber zum Entgiften so entscheidend, denn Basen im Gemüse sind in der Lage Säuren im Körper zu binden und zu neutralisieren und das positiv geladene Kalium-Ion ist dazu in der Lage Säuren und teilweise auch toxische Metalle aus dem Körper zu verdrängen. Und das tun diese Basen und Kalium besonders im Bereich des Bindegewebes, wo Säuren und Metalle vorrangig gebunden und zwischengleagert werden, bevor sie im ungünstigen Fall einer Übermüllung dieses Bindegewebes weiter in die Zellen verschoben werden.

Mit Hilfe von Basen und Kalium wird das Bindegewebe, sprich der Bereich zwischen den Zellen, nun wieder durchlässig und zwar sowohl für gute Substanzen, die in die Zellen gelangen sollen, sowie für schlechte, die aus ihnen über das Bindegewebe bis ins Blut entsorgt werden sollen. Auch wird dieser Bereich wieder fluider, weil er nun statt Säuren wieder Wasser binden kann.

Durch die Entmüllung dieses Zwischenzellbereichs wird also die Versorgung der Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen, die für Entgiftungsprozesse innerhalb der Zellen zwingend benötigen, verbessert. Zeitgleich wird wieder eine gute Entsorgung der Zelle von Schwermetallen und sauren Stoffwechselendprodukten sichergestellt.

Durch eine Entmüllung des Bindegewebes wird zudem das notwendige Konzentrationsgefälle zwischen außerhalb und innerhalb der Zelle wieder hergestellt, das nun wiederum ermöglicht, dass Schadstoffe und überschüssige Säuren aus den Zellen in das vergleichweise geringer beladene Bindegewebe bergab strömen kann. Vom Bindegewebe gelangen diese Schadstoffe dann schließlich weiter ins Blut, von wo sie weiter zur Entgiftung und Ausscheidung zur Leber und zu den Nieren geleitet werden.

Was macht Gemüse darüber hinaus noch interessant zum Entgiften? Durch sein Kaliumreichtum, aber auch durch seinen hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen wirkt es sehr schön stuhlerweichend und erleichtert Gemüse somit die Stuhlentleerung und die so wichtige Entgiftung über den Darm. Hinzu kommt, dass die Ballaststoffe in der Lage Giftstoffe im Verdauungstrakt an sich zu binden, was eine Wiederaufnahme bzw. Rückvergiftung über den Darm verhindert.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber auch, dass lösliche Ballaststoffe Nahrung für die guten Darmbakterien darstellen und so zu einer Verbesserung der Darmflora beitragen.  Das ist relevant, weil viele gesundheitsförderliche Darmbakterien in der Lage sind Schadstoffe direkt Vorort abzubauen und zudem eine gesunde Darmflora weniger bis keine der belastenden Gärungs- und Fäulnisgifte produziert, die sonst zur zusätzlichen Belastung würden und entgiftet werden müssten.

Grünes Gemüse ist zum Entgiften übrigens besonders gut geeignet. Grund ist, dass grünes Gemüse neben viel Kalium, reichlich Magnesium, Folsäure, Vitamin E auch reichlich Chlorophyll, Carotinoide und Flavonoide enthält. Von diesen Nährstoffen nehmen wir heute nachweislich ebenfalls viel zu wenig auf. Sie aber sind essentielle Cofaktoren und Modulatoren vieler Entgiftungs- und Stoffwechselenzyme, ohne die Entgiftung nicht funktionieren würde. Auch haben viele Nährstoffe in Gemüse antioxidative und antientzündliche Wirkungen und wirken somit dem oxidativen Stress entgegen, der durch Schadstoffe wie Schwermetalle hervorgerufen wird und früher oder später wiederum in Entzündungen im Körper mündet. Von oxidativem Stress und Entzündungen wissen wir, dass sie sehr viele Krankheiten hervorrufen und begleiten.

Kohlgemüse ist ebenfalls als wesentlich hervorzuheben, weil es sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe enthält, die einen hohen Schwefelanteil aufweisen. Sie werden als Glucosinolate (Senföle) bezeichnet und wirken neben Chlorophyll ebenfalls antientzündlich. Auch können Glucosinolate die wichtige Phase II des Entgiftungsprozesses steigern (näheres zu den 3 Phasen der Entgiftung finden Sie in der Podcast Folge # 18 von Carrots & Coffee Radio).

Um mit Hilfe von Gemüse spürbar besser zu entgiften, braucht der Körper allerdings mehr als der üblichen Alibi-Portionen in Form von Beilagen oder rohköstlichen Knabbereien, die wir uns hin und wieder zum Butterbrot gönnen. Die Rede ist vielmehr von 1 kg Gemüse und mehr. Und das ist ein Vielfaches von dem, was der Durchschnittsbürger normalerweise zu sich nimmt oder von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gefordert wird. Die DGE-Empfehlung liegt bei 400 g und die Durchschnittszufuhr liegt gerade mal bei 200 g/Tag.

Um die Aufnahme von Gemüse in therapeutisch wirksame Höhen zu steigern, empfehle ich deshalb Gemüse in möglichst JEDE Mahlzeit einzubauen, sei es als Saft, Salat, Gemüsesuppe oder auch mal als püriertes Gemüse. Im Optimalfall macht Gemüse die Hauptkomponente einer Mahlzeit aus bzw. deckt ¾ des Tellers ab.

Gemüsesäfte sind hier übrigens besonders hervorzuheben, weil sie uns erlauben unvergleichbar hohe Mengen an Gemüse aufzunehmen, ohne dabei einen kranken Darm mit Ballaststoffen zu überfordern. In einem großen Glas Saft können so mal locker 700-800 g Gemüse stecken.

Wer keinen Entsafter hat, unter Zeitdruck steht oder auf Reisen ist, der kann sich auch Smoothies zubereiten, gelegentlich zu gekauften Bio-Gemüsesäften (ohne Salz) greifen oder aber hochwertige Bio-Gemüsesaftpulvern zum Anrühren nutzen. So z.B. das hochwertige Bio-Saftpulver Master Greens und Diamond Greens.

 

Tipp Nr. 2

„Die Galleproduktion und den Gallefluss anregen.“

Die Galle ist ein Körpersaft, der sehr viele Schadstoffe enthält und den Körper verlassen sollen. Diese Schadstoffe der Galle stammen dabei aus dem gesamten Körper und gelangen in die Galle, indem die Leber diese aus dem Blut aufnimmt, dann in eine wasserlösliche Form überführt und diese zusammen mit Gallensäuren, Cholesterin & Co in Form von Galle absondert. Von dort gelangt die Galle dann in die Gallenblase bis sie auf einen Reiz hin in den Darm abfließen kann und so mit dem Stuhlgang schließlich ins Klo entsorgt wird. 

Das Gute an der Galle ist, dass die Galle ihre eigene Ausscheidung und damit die Ausscheidung von Giftstoffen selbst vorantreibt. Grund ist die abführende Wirkung der enthaltenen Gallensäuren, die die Peristaltik (Darmmuskelkontraktionen) anregen und somit die erwünschten Schadstoffelimination über den Darm nochmals gefördert wird. Für die Entgiftung ist deshalb eine funktionierende Galleproduktion seitens der Leber und ein guter Abfluss der Galle aus der Leber sowie aus der Gallenblase von äußerst großer Bedeutung. 

Bedauerlicherweise ist jedoch gerade die Leber bei vielen von uns heute überlastet und nicht selten auch verfettet, so dass sie ihren Aufgaben des Entgiftens und der Produktion von Galle nicht ausreichend nachkommt. Hinzu kommt, dass Stress, Gallensteine und Ernährungsfaktoren den Gallefluss beeinträchtigen und es so zu einem Gallestau und eine nur oft unzureichenden führt. 

Eine der wirksamsten Methoden zur Anregung sowohl der Galleproduktion als auch des Galleflusses ist die gezielte Zufuhr von Bitterstoffen. Diese finden wir als bitter schmeckende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie den Alkaloiden, Flavonoiden, Terpenen und Glukosinolaten in größeren Konzentrationen in Wild- und in Heilkräutern sowie in bestimmten Gewürzen und in Schalen und Kernen von Zitrusfrüchten. In geringeren Mengen finden wir sie auch in Gemüsen, wie Radicchio, Rucola, Löwenzahn, Endivien, Artischocken oder Früchten wie Oliven und Grapefruit.

Da diese Gemüse leider nicht täglich und nicht in ausreichenden Mengen auf unserem Speisplan stehen, sind Bitterstoffe zugeführt als z.B. Bitterkräutermischungen eine tolle Ergänzung und Alternative für unseren Alltag. Verwenden sollte man allerdings immer nur Zubereitungen ohne Alkohol, um sich nicht unnötig mit einem weiteren Giftstoff zu belasten. 

Was ich seit Jahren mit Begeisterung empfehle und anwende ist die Bitterkräutermischung Ancensan herbal, die 1-2 Mal täglich, z.B. vor dem Frühstück und kurweise ein 2. Mal nach dem Abendessen getrunken wird. Für mich ist diese Mischung aus 49 Heil- und Gewürzkräutern, Samen und Wurzeln ein absoluter Segen und ein Geheimtipp für alle, die besser entgiften und entsäuern möchten und die ihre Leber, ihre Bauchspeicheldrüse, aber auch die Nieren und den Darm entlasten wollen. 

  

Tipp Nr. 3

„Trinken Sie reichlich!“

Dieser Tipp klingt ebenfalls banal, wird aber – ähnlich wie ein therapeutisch wirksamer Gemüsekonsum – selten tatsächlich und fortwährend umgesetzt. Oftmals sind wir tagsüber durch die Arbeit so abgelenkt, dass wir es schlicht und ergreifend vergessen zu trinken oder wir sind so im Stress, dass wir unser Durstgefühl nicht ausreichend wahrnehmen. 

Trinken aber ist so elementar, wenn wir entgiften und durch aufgenommene Schadstoffe weniger Schaden nehmen wollen. Wie heißt es im Englischen so schön: „The best solution against pollution is dilution“. Wohl wahr, Trinken sorgt für eine bessere Verdünnung der Giftstoffe im Körper, wodurch ihr Angriff auf Körpergewebe reduziert wird. Zusätzlich ermöglicht uns Flüssigkeit aber auch Körperflüssigkeiten zu bilden, die als Transportmedium und Lösungsmittel für Giftstoffe dienen. Nur über wässrige Medien wie Urin, Schweiß oder Stuhl können wir Schadstoffe letztendlich ausscheiden bzw. diese den Körper verlassen.

Des Weiteren benötigen wir ausreichend Flüssigkeit, um entgiftungsrelevante Nährstoffe in unsere Zellen aufzunehmen und ausreichende Mengen an Magensäure und anderen Verdauungssäften bilden zu können. Diese Verdauungssäfte brauchen wir, um unsere Nahrung gut zu spalten, damit sie später nicht im Darm durch Bakterien und Pilze zersetzt und zur übermäßigen Bildung von Giftstoffen, wie Gärungssäuren, Alkohol oder Fäulnisgiften führen. 

Last but not least sei erwähnt, dass Wasser aber auch als schwache Base wirkt, die uns zusätzlich vor Säureangriffen im Körper schützt.

Als Fausregel gilt: Trinken Sie so viel trinken, dass Ihr Urin möglichst klar bleibt (ca. 30-40 ml pro kg Körpergewicht pro Tag) und trinken Sie bevorzugt zwischen und nicht unmittelbar zu den Mahlzeiten. So verhindern Sie, dass die Säure und die Enzymkonzentration im Magen unnötig stark verdünnt und der Verdauungsprozess so erschwert oder in die Länge gezogen wird. 

Das beste, was Sie trinken können, ist dabei stets Wasser ohne Kohlensäure, weil wir davon mehr trinken können und wir uns eine zusätzliche Säurezufuhr ersparen – auch wenn es sich bei der Kohlensäure um nur eine schwache Säure handelt. Optimale Wässe sind echte artesische Quellwässer aus Glasflaschen (z.B. St. Leonhardt, Plose, Lauretana etc.) und gereinigtes Leitungswasser, das durch einen hochwertigen Kohleblockfilter von Chlor, Aluminium, Medikamentenrückständen, Mikroplastik etc. befreit wurde. Wenn man die Cluster-Struktur des gereinigten Leitungswasser anschließend noch durch Verwirblung oder Elektrophorese verkleinert und dadurch seine innere Oberflächer vergrößert, gleicht es nahezu echtem Quellwasser, das aufgrund seiner physikalischen Veränderung besser in die Zellen aufgenommen wird.

Neben Wasser eignen sich zusätzlich aber auch basische Kräutertees, allen voran diejenigen mit antientzündlicher, antimikrobieller, harn- und/oder galletreibender Wirkung, wie z.B. Pfefferminz, Zinnkraut, Cistus, Schafgarben-, Brennessel oder Kamillentee. 

 

Tipp Nr. 4

 „Schadstoffe im Darm binden.“

Schadstoffe gelangen in die entferntesten Nischen unseres Körpers, teilweise sogar über die Blut-Hirn-Schranke bis ins zentrale Nervensystem. Aus diesem Grund können sie überall Funktionsstörungen und Symptome verursachen und so mitunter auch neurologische oder neurodegenerative Erkrankungen hervorrufen, darunter auch Demenz und MS. 

Leider ist es jedoch nicht so einfach, diese Schadstoffe, die es in die entlegensten Winkel unseres Körpers geschafft haben, zu erreichen, um sie dort zu binden und bestenfalls danach auszuscheiden. Die wenigsten giftbindenden Substanzen sind in der Lage bis ins Blut vorzudringen und noch weniger von ihnen bis ins Bindegewebe und von dort weiter in die Zellen. Aber das müssen sie zum Glück auch nicht, um unseren Körper trotzdem zu helfen, sich von Schadstoffen zu befreien. 

Wir können unsere Giftstofflast schon alleine dadurch minimieren, indem wir Substanzen einnehmen, die Giftstoffe im Darm binden, welche es mit der Galle in den Darm geschafft haben oder durch Darmbakterien im Darm gebildet wurden. So stellen wir die Ausscheidung von Giftstoffen sicher und verhindern, dass sie abermals aus dem Darm reabsorbiert werden und uns entsprechend erneut belasten. Auch erreichen wir durch das Binden von Giftstoffen im Darm, dass immer weitere giftbeladene Galle nachfließen kann. Es entsteht quasi ein Konzentrationsgefälle zwischen Leber und Darm, das ermöglicht, dass immer mehr Giftstoffe von der Leber in den Darm nachströmen können. Aber auch aus dem Bindegewebe können durch einen besseren Abstrom von Giften aus der Leber in den Darm nun mehr Giftstoffe ins Blut aufgenommen und dann zur Leber geleitet werden, wo sie weiter abgebaut und schließlich über die Galle ausgeschieden werden.

Wichtig sei auch noch zu erwähnen, dass Toxinbinder dafür sorgen, dass die Nieren entlastet werden, weil Gifte nun überwiegend über den Darm ausgeschieden werden und weniger den Nieren zugeleitet werden müssen. Anders als die Leber, nehmen die Nieren durch Giftstoffe leichter Schaden und sind sie nicht annähernd so robust und regenerationsfähig wie die Leber. 

Die besten Substanzen, die man zum Binden von Giftstoffen im Darm einsetzen kann, sind übrigens fein gemahlene siliziumreiche Heilerden bzw. Silikate, wie Zeolith und Bentonit, sowie medizinische Aktivkohle, Chlorella-Algen, Huminsäuren aus Moorextrakt oder modifiziertes Zitruspektin.

Auch das Essen von viel Chlorophyll in Form grünen Gemüses und Kräutern und der Konsum von ballaststoffreichen Lebensmitteln ist super, denn auch diese vermögen Giftstoffe sich zu binden. Ballaststoffe eignen sich hier besonders auch in konzentrierter Form, so z.B. in Form von Flohsamenschalen oder in Form von speziellen Mischungen aus verschiedenen ballaststoffreichen Pflanzen und Pflanzenextrakten, die man mit reichlich Wasser und vorzugsweise morgens nüchtern trinkt, damit sie keine Verdauungssymptome hervorrufen.

Am besten man probiert verschiedene Toxinbinder aus und beobachtet, welche man persönlich am besten toleriert. Auch macht es Sinn diese hin und wieder abzuwechseln, da jeder Toxinbinder andere Schadstoffe favorisiert bzw. gut binden kann. Wer verschiedene Toxinbinder nutzt, sorgt folglich dafür, dass möglichst viele Giftstoffe abgedeckt werden – von Schwermetallen, über Bakterientoxine bis hin zu Pestiziden.

 

Tipp Nr. 5

„Die Durchblutung verbessern“

Eine gute Durchblutung ist wichtig, damit Giftstoffe, die aus den Zellen ins Blut und in die Lymphe gelangt sind, zum weiteren Abbau die Leber und die Nieren erreichen können. Und eine gute Durchblutung bedeutet, dass sich das Blut ungehindert durch die Blutgefäße bewegen kann. 

Bewegung aller Art, Sauna (auch Infrarotsauna), Sonnenbäder und warme Voll- und Fußbäder eignen sich für diesen Zweck besonders gut, weil sie nicht nur die Durchblutung, sondern auch die Schweißabsonderung anregen. Dieses Schwitzen ist wichtig, weil wir über den Schweiß viele Schadstoffe ausscheiden und wir dieses Ventil unbedingt und viel mehr nutzen sollten. 

Zudem wird durch Bewegung und die damit verbundene Muskelarbeit die Lymphe besser fortbewegt, welche die Giftstoffe stets aus den Zellen aufnimmt und ins Blut befördert.

Leichtes Springen auf einem Mini-Trampolin zu Hause ist zum Entgiften übrigens besonders gut geeignet, denn mit jeder Landung werden die Zellen durch die Schwerkraft komprimiert, zusammengedrückt und der Abtransport von Schadstoffen aus den Zellen so begünstigt. Wechselduschen und Trockenbürsten sind ebenfalls klasse, weil sie besonders die Durchblutung der Haut fördern.

Neben diesen mechanischen und physikalischen Maßnahmen können wir aber auch Substanzen innerlich nutzen bzw. einnehmen, die unser Blut fließfähiger machen und Gefäßverengungen vorbeugen und auf diese Weise die Durchblutung verbessern. Dazu zählen reichliches Trinken, 1 TL Omega-3-Fettsäuren am Tag in Form von Mikroalgenöl, Vitamin B12, Vitamin K2 und genug gepuffertes Vitamin C. Polyphenole wie OPC und andere Flavonoide in Beerenobst und Kräutern helfen ebenfalls den Blutfluss zu verbessern. Manche nehmen auch gerne gezielt die Aminosäure Arginin zu sich oder regelmäßig nitrathaltige Gemüse wie Rucola oder rote Bete konsumieren, die neben einer Verbesserung des Galleflusses, die körpereigene Bildung von Stickstoffoxid im Körper erhöhen. Stickstoffoxid ist das natürliche Relaxans unserer Gefäße und hilft ihnen sich zu entspannen, so dass sie sich weiten können und so die Durchblutung in allen Körperbereichen verbessert. 

Liebe Leser, das waren meine 5 bedeutenden Entgiftungstipps für Sie heute, von denen ich hoffe, dass sie gut nachzuvollziehen waren und Sie vor allen zum Nachahmen animieren. Ich wünsche Ihnen jetzt Ihnen viel Spaß bei der Umsetzung und bin gespannt, was sich gesundheitlich dadurch für Sie kurz- mittel- und langfristig verändert. Und wer von Ihnen gerne noch tiefer in die Thematik einsteigen möchte und die Notwendigkeit des Entgiftens für sich erkannt hat, dem sei an dieser Stelle abermals mein Buch „Toxfrei – Selbsthilfe und Prävention mit Gripps“ empfohlen.

Nadia Beyer

Nadia Beyer

Nadia Beyer, geb. 4.4. 1974, ist Dipl. Oecotrophologin (Justus-Liebig-Universität in Gießen) und leitet die Fachakademie für angewandtes Ernährungswissen Carrots & Coffee College in Hannover. Bis zur Gründung 2008 war sie als Dozentin an verschiedenen Heilpraktikerschulen in Hannover, Osnabrück und Bielefeld tätig und schloss u.a. eine Fortbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin nach den 5 Elementen ab.

2Comments
    1. Carrots & Coffee College
      Carrots & Coffee College

      Danke für Dein Feedback, lieber Andreas!
      Freut mich sehr, dass er Dir gefallen hat.
      Ganz liebe Grüße von der Insel ins schöne Wien,
      Nadia

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