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Ausbildungsbericht Ernährungstherapie – Teil 3 | Die Niere

Ausbildungsbericht Ernährungstherapie – Teil 3 | Die Niere

Stephannie Stewart Apr 23, 2015 0 1079

Ausbildungsbericht

So, jetzt geht’s ans Eingemachte! Es war ja im Vorfeld klar, dass es bei dieser Zusatzqualifikation um Erkrankungen geht, die im Zusammenhang mit der Ernährung stehen. Am letzten Wochenende ging es um die Niere und das Krankheitsbild Hyperurikämie. HyperWAS?! Ja, den lateinischen Begriff muss man jetzt nicht kennen (also, IHR nicht – ICH jetzt schon, denn nach der Prüfung ist ja bekanntlich vor der Prüfung ;)). Auf gut deutsch ist die Hyperurikämie eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut – die zu Gicht führen kann – und gehört damit zu den Stoffwechselerkrankungen.

Harnsäure ist eine „Schlacke“ – und das ist nun wahrlich ein Wort, was wir nicht gern hören. Im Fall von Gicht muss man sich das so vorstellen, dass die Harnsäure kristallisiert und sich somit Ablagerungen in den Gelenken bilden. Ca. 20 % der Bevölkerung westlicher Industrieländer weisen erhöhte Harnsäurewerte auf und meist trifft es eher die Männer (9:1). Rund 95% der Erkrankungen sind genetisch bedingt, die restlichen 5% werden u.a. (3 x dürft ihr raten) durch die Ernährung begünstigt bzw. hervorgerufen. Risikofaktoren sind wieder unsere „üblichen Verdächtigen“: Die Übersäuerung des Körpers, und Übergewicht (insbesondere das böse Bauchfett), weil es zahlreiche überflüssige Hormone und Fettsäuren freisetzt, die zu Insulinresistenz und erhöhten Insulinspiegeln führen, die wiederum die Harnsäureausscheidung hemmen. Aber auch andere Erkrankungen, Medikamente, erhöhter Zellabbau im Körper (bei Krebs, aber zum Beispiel auch bei viel zu schneller Gewichtsreduktion!!), exzessiver Alkoholkonsum oder Schwermetallbelastungen zählen zu den Risikofaktoren.

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Was genau macht denn die Niere?

Die Niere ist ein Stoffwechselorgan, filtert unser Blut und befreit es von Giftstoffen, Stoffwechselendprodukten und Säuren die sie in den Urin abgegeben. Dass die Niere ein sensibles und feines Organ ist, machen auch Sprichwörter wie „mir geht etwas an die Nieren“ klar.

Die Niere ist aber viel mehr als ein reines Filterorgan: Sie ist zum Beispiel verantwortlich für den Blutdruck, die Blutbildung und die Knochengesundheit – hättet ihr das gedacht?! In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ist sie außerdem das „Tor zur Vitalität“. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Bericht aus dem ersten Teil der Ausbildung, wo es um den Sitz des vorgeburtlichen Chi (der Lebensenergie) ging.

Ganz übel wird es übrigens, wenn sich aus den  ausgeschiedenen Substanzen in der Niere Nierensteine bilden.

Als gemeinsamen Nenner haben diese Erkrankungen wie gesagt den hohen Harnsäure-Wert und Harnsäure ist ein Abbauprodukt aus Purinen. Purine sind Bestandteil der DNS und werden v.a. beim Abbau von Zellen freigesetzt. Wenn man jetzt viele Lebensmittel mit hohem Purinwert zu sich nimmt, wie Fleisch (vor allem Innereien und fettes Fleisch, Hefe, aber auch einige Fischsorten) steigt der Harnsäurewert im Körper an.

LoveNiere

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Um den Harnsäurewert also niedrig zu halten, kann man viel über die Ernährung steuern. Die Niere mag – natürlich – viel frisches Wasser. Viel trinken ist also immer eine gute Idee, um die Niere zu unterstützen. Es hilft außerdem, das Körpergewicht zu normalisieren (aber Achtung, keine Radikaldiäten mit schneller Gewichtsreduktion). Außerdem Lebensmittel mit hohem Purinwert meiden oder reduzieren. Übrigens enthält Zucker zwar kein Purin, aber er hemmt die Harnsäure-Ausscheidung und fördert die Neubildung von Harnsäure in der Leber. Also am besten: Weg damit…

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