• +44 40 8873432
  • info@maniva.com

Die Galle – ein ganz besonderer Körpersaft!

Die Galle – ein ganz besonderer Körpersaft!

Nadia Beyer Dez 20, 2019 0 438

Wenn umgangssprachlich von der Galle gesprochen wird, meinen viele Menschen damit eigentlich die Gallenblase. Die Galle aber ist eine Flüssigkeit und sie wird in der Leber von den Leberzellen produziert. Anschließend wird sie dann in die Gallengänge abgegeben, von dort der Gallenblase zugeleitet, wo sie schließlich um das 10-fache ihres ursprünglichen Volumens eingedickt wird.

Das wichtigstes Einsatzgebiet der Galle ist, wie vielen von Ihnen vermutlich bereits gehört haben, die Verdauung von Nahrungsfetten. Sobald wir Fett zu uns nehmen, registriert unsere Dünndarmschleimhaut dieses Fett als Reiz und schüttet daraufhin Darmhormone aus, die die Gallenblase dazu veranlassen, sich zusammenzuziehen. Durch diese Kontraktion kommt es zur Entleerung der Gallenblase und die Galle fließt wie gewünscht in den Dünndarm ab. 

Dort angekommen, fängt sie nun an das Fett in der Nahrung zu emulgieren, denn Fett mischt sich bekanntlich nicht gut mit Wasser. Die Fette werden also mit Hilfe der Galle in wasserlösliche Fetttröpfchen verwandelt. Nur in dieser wasserlöslichen Form kann der überwiegende Anteil unserer Nahrungsfette überhaupt durch die mit Wasser und Schleim überzogene Dünndarmschleimhaut aufgenommen und von dort weiter in wässrigen Medien, wie Lymphe und Blut transportiert werden. Eine kleine Ausnahme bilden lediglich die sogenannten MCT-Fette, das sind Fette, die vorwiegend aus kurz- und mittelkettigen, statt der üblichen langkettigen Fettsäuren bestehen. Sie kommen reichlich in Kokosfett und teilweise in Milchfetten, wie Butter, allen voran Ziegenbutter vor und sind von Natur aus bereits gut wasserlöslich. Sie können deshalb aufgenommen werden, ohne chemisch emulgiert werden zu müssen.

Die Galle – ein komplex zusammengesetzter Körpersaft

Die Galle kann aber noch weitaus mehr als Fett zu emulgieren und absorbieren zu können. Sie ist ein ganz besonderer Körpersaft und wir produzieren jeden Tag ca. 700 ml von dieser höchst komplex zusammengesetzten Flüssigkeit. Je nach Zusammensetzung kann die Galle dabei eine gelblich-braune oder auch leicht grünliche Farbe annehmen. Verantwortlich für die Farbe sind Abbauprodukte des eisenhaltigen Blutfarbstoffes namens Häm, der aus dem Bluteiweiß Hämoglobin freigesetzt wird, sobald die Blutkörperchen nach 120 Tagen absterben. Hämoglobin ist das Sauerstoff transportierende Eiweiß im Blut, das der Arzt gerne misst, um eine Blutarmut (Anämie) auszuschließen. Die grün-gelblichen Abbauprodukte des Häms (Biliverdin und Bilirubin) tragen übrigens später zur dunkelbraunen Färbung des Stuhls bei, indem diese Gallefarbstoffe im Darm von Bakterien weiter zu einer bräunlichen Verbindung (Stercobilin) abgebaut werden. Die Abbauprodukte des Hämoglobins gelangen vom Darm über die Leber übrigens auch zu den Nieren und geben dem Urin schließlich seine gelbe Farbe. 

Galle kann sich stauen

Ist der Stuhl aber mal nicht schön braun gefärbt, sondern hell, ist dies kein gutes Zeichen und immer ein Hinweis für eine Abflussstörung der Galle. In solchen Fällen staut sich die Galle samt der Gallefarbstoffe in der Leber zurück und die Gallenfarbstoffe sickern dann quasi rückwärts ins Blut, wo sie der betroffenen Person einen gelblichen Hautteint verleihen und bei extremem Rückstau auch zu Juckreiz der Haut führen können. Auch kommt es in solchen Momenten des Gallestaus zu übelreichendem Stuhlgang, weil das Fett in der Nahrung nun nicht mehr ausreichend verdaut und absorbiert werden kann. Infolge übernehmen fettliebende Fäulnisbakterien diesen Job im Darm, bauen das Fett ab, wodurch unangenehm riechende mikrobiellen Zersetzungsprodukte entstehen. Auch macht sich dies gerne durch einen übermäßigen Fettgehalt im Stuhlgang bemerkbar, der manchmal in Form von Fettaugen auf der Oberfläche des Klowasser erkennbar wird oder zu schmierigem Stuhlgang führt, der an der Kloschüssel klebt.

Häufige Ursache solcher Abflussstörungen der Galle sind übrigens Gallensteine, die den Ausführungsgang der Galleblase blockieren, der in seinem unteren Teil übrigens durch die Bauchspeicheldrüse führt und noch weiter unten mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse verschmilzt. Neben Gallensteinen können aber auch eine Schwangerschaft sowie Schwellungen innerhalb der Leber oder der Bauchspeicheldrüse einen Gallestau verursachen. Bei Schwangerschaft sind es Schwangerschaftshormone, welche die Abgabe der Galle aus den Zellen in die Gallengänge hemmen und so den Gallefluss vermindern. Bei Schwellungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse werden hingegen die Ausführungsgänge komprimiert, die die Galle daran hindern abzufließen. Schwellungen innerhalb der Leber rühren häufig von Entzündungen her, die wiederum gerne durch eine Fettleber entstehen. Schwellungen der Bauchspeicheldrüse sind hingegen seltener und dann meist Folge von Entzündungen oder Tumoren.  

Neben den eben beschriebenen Gallenfarbstoffen enthält die Galle übrigens noch viele weitere interessante Substanzen, die für die umfassenden Effekte der Galle auf den Körper verantwortlich sind. Dazu zählen z.B. das Cholesterin und verschiedene Phospholipide sowie Mineralstoffe, Enzyme und die sogenannten primären Gallensäuren (Cholsäure, Chenodesoxycholsäure). Die Gallensäuren werden dabei oft auch als Gallensalze bezeichnet, weil sie als Komplexe, d.h. gebunden an den positiv geladenen Mineralstoff Natrium oder an die Aminosäuren Glycin oder Taurin vorliegen. 

Gallensalze und Phospholipide sind übrigens diejenigen Gallebestandteile, die für die erwähnte Emulgierung der Fette verantwortlich sind. Der Grund dafür ist, dass Gallensäuren und Phospholipide sowohl über einen wasserliebenden als auch einen wasserabweisenden Anteil im Molekül verfügen, was dazu führt, dass sich ihre wasserabweisenden Anteile einander zuwenden und sich dadurch einschichtige rundlich angeordnete Membranen bilden, vergleichbar mit kleinen Seifenblasen. In diese wasserlöslichen Blasen können nun die wasserunlöslichen Nahrungsfette und die wasserunlöslichen bzw. fettlöslichen Vitamine wie Vitamin A, E, D und K eingeschlossen und so durch den Darm bis in die  Dünndarmschleimhautzellen transportiert werden. Eines an dieser Mizellenbildung beteiligten Phospholipide ist übrigens das Lecithin, das wir alle auch als Nahrungsfett in Form von Eiern, Sojabohnen, Ölsaaten, Innereien oder Butter kennen und zu uns nehmen

 

Viele Inhaltsstoffe, die wir in der Galle finden, werden übrigens in der Leber selbst produziert, so z.B. auch das Cholesterin und Cholesterin ist eine Schlüsselsubstanz im Körper. Aus Cholesterin werden in der Leber sowohl Gallensäuren als auch viele Hormone gebildet. Benötigt der Körper viele Gallensäuren für die Verdauung oder gerade Hormone, werden folglich die körpereigenen Cholesterinreserven geleert und der Cholesterinspiegel sinkt. Diesen Mechanismus macht man sich übrigens heute in der Ernährungstherapie sehr gerne zunutze, indem man Menschen mit erhöhten Cholesterinspiegeln empfiehlt, viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Die Ballaststoffe binden dann die Gallensäuren im Darm, welche nun über den Stuhl forciert ausgeschieden werden. Dies wiederum macht eine Nachproduktion von Gallensäuren aus dem Vorläufermolekül Cholesterin in der Leber notwendig und senkt auf diese Weise den Cholesterinspiegel. 

Gallensäuren werden sorgsam recycled

Normalerweise scheiden wir Gallensäuren übrigens kaum über den Stuhl aus, weil sie für den Körper wertvolle Substanzen darstellen und er diese drum ungern hergibt. Nicht umsonst hat der Körper ein ausgeklügeltes Recylingsystem für sie entwickelt, indem er Gallensäuren, nachdem sie ihre Aufgabe bei der Fettemulgierung und Fettaufnahme im Darm erfüllt haben, zu 90 % wieder aus dem Darm rückabsorbiert werden. Über die Pfortader gelangen sie so vom Darm zurück zur Leber und können dann erneut in der Leber genutzt und anschließend in die Galle abgegeben werden. Man spricht deshalb auch vom sogenannten Darm-Leber-Kreislauf – im Fachjargon als entero-hepatischer Kreislauf bezeichnet. Gallensalze können so 6-10 Male wiederverwendet werden. 

Lediglich ein kleiner Teil der Gallensäuren gelangt gewöhnlich in den Dickdarm und wird über den Stuhl ausgeschieden. Und dass Gallensäuren nur in geringen Mengen im Dickdarm landen ist auch gut so, denn der Dickdarm ist voller Bakterien, die sonst die primären Gallensäuren in zu viele sogenannte sekundäre Gallensäuren (Desoxycholsäure, Lithocholsäure) verwandeln würden. Diese sekundären Gallensäuren sollen aber nicht in höheren Konzentrationen in den Dickdarm gelangen, weil sie das Gewebe des Dickdarms schädigen und dort Darmkrebs begünstigen können. Auch sollen sie andere Krebsarten im Körper fördern, wenn sie vom Dickdarm in den Blutkreislauf gelangen. 

Chiang, John Y L. “Bile acid metabolism and signaling.” Comprehensive Physiology vol. 3,3 (2013): 1191-212. doi:10.1002/cphy.c120023

Galle – unser körpereigenes Abführmittel

Wie wir heute wissen, sind Gallensäuren jedoch nicht nur wichtig für unsere Fettverdauung und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und vieler gesundheitsförderlicher sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, die oftmals auch fettlöslich sind. Die Gallensäuren in der Galle fungieren auch als unser körpereigenes Abführmittel, d.h. sie stimulieren die Peristaltik des Darms, indem sie Wasser in den Darm ziehen, wodurch sich der Stuhl erweicht, voluminöser wird und leichter ausscheiden lässt. Auch zeigen Gallensäuren starke antimikrobielle Eigenschaften. 

Durch diese abführende und antimikrobielle Wirkung verhindern Gallensäuren entsprechend Fehlbesiedlungen im Darm, insbesondere die Ansiedlung von Bakterien und Pilzen im Dünndarm, der im Gegensatz zum Dickdarm kaum mit Keimen besiedelt sein sollte. Solche Fehlbesiedlungen im Dünndarm werden heutzutage immer häufiger und führen dazu, dass Bakterien sich im Dünndarm über die dort noch nicht absorbierte Nahrung hermachen. Sie treten folglich mit uns in Konkurrenz um Nährstoffe und führen dann zu Nährstoffmängeln – trotz vollen Teller ! -, weil die Bakterien im Dünndarm nun die Nahrung für sich nutzen und abbauen. 

Leider produzieren sie beim Abbau der Nährstoffe als Nebenprodukt auch noch allerlei Stoffwechselprodukte wie Gase, Säuren etc., die vielfältige Verdauungsprobleme verursachen können. Blähungen, die schon kurze Zeit nach dem Essen auftreten sowie Breistuhl oder auch Verstopfung sind übrigens Hinweise auf eine solche Überbesiedelung des Dünndarms mit Bakterien, die durch Gallestaus, Mangel an Galle oder auch Mangel an Magensäure entstehen können. Eine solche Fehl- und Überbesiedlung des Dünndarms nennt man übrigens SIBO, was für den englischen Terminus „small intestinal bacterial overgrowth“ steht.

 

Gallensäuren sind Signalmoleküle und Schlankmacher 

Die Galle ist aber keineswegs nur ein Saft, der seine Wirkungen – wie eben beschrieben – im Darm entfaltet. Mittlerweile wissen wir, dass die Gallensäuren in der Galle auch sehr bedeutende Signalmoleküle sind. Das heißt, diese primären Gallensäuren wirken nicht nur im Darm, sondern entfalten auch interessante Wirkungen, wenn sie von den Darmschleimhautzellen über die Pfortader zur Leber transportiert werden. Wie mittlerweile erwiesen ist, können Gallensäuren an bestimmte Rezeptoren innerhalb der Leberzelle binden und Gene aktivieren, die eine Rolle bei der Regulation unseres Blutzuckerspiegels, unserer Blutfette und unseres Kalorienverbrauchs spielen. 

Gallensäuren aktivieren demnach Gene, die die Insulinwirkung an den Zellen verbessern, die Glucosebildung in der Leber unterdrücken und die Aufnahme von Fetten aus dem Blut steuern. Somit helfen Gallensäuren erhöhte Blutzucker und erhöhte Blutfette zu senken. Auch können sie Gene aktivieren, die für die Bildung von Enzymen verantwortlich sind, welche die inaktiven Vorstufen der Schilddrüsenhormone in ihre aktive Form überführen. Da die Höhe an aktiven Schilddrüsenhormonen über unseren Energieverbrauch entscheidet, sind Gallensäuren somit quasi auch kleine körpereigene Schlankmacher, die unsere Körpertemperatur regulieren. Dieser Mechanismus erklärt übrigens, warum Störungen der Leber und Galleproduktion nicht selten zu einer Unterfunktion der Schilddrüse und damit zu einer Gewichtszunahme oder auch Kälteempfindlichkeit führen können. 

Aber damit längst noch nicht genug. Interessant und spannend ist auch, dass Gallensäuren an Cortisol-Rezeptoren innerhalb der Zelle binden und so Gene aktivieren können, die für die Bildung von Proteinen sorgen, die Entzündungen im Darm, in der Leber, aber auch im Gehirn drosseln. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass Gallensäuren viel zu wenig beachtete Moleküle in der Vorbeugung und Behandlung von Diabetes, Fettleber, Übergewicht, erhöhten Blutfetten und Herz-Kreislauferkrankungen darstellen und uns vor Entzündungen und auch Schäden des Nervensystems schützen können.

Chiang, John Y L. “Bile acid metabolism and signaling.” Comprehensive Physiology vol. 3,3 (2013): 1191-212. doi:10.1002/cphy.c120023

Über die Galle entgiften wir

Nicht unerwähnt bleiben sollte neben diesen Wirkungen, dass wir mit und dank der Galle zahlreiche Giftstoffe aus dem Entgiftungsorgan Leber in den Darm befördern und dann über den Stuhl ausscheiden. Ein gesunder Gallefluss ist deshalb so wichtig, wenn es um das Thema Detox, sprich Entgiftung geht. Wer stets dafür sorgt, dass seine Leber gesund bleibt, ausreichend Galle produziert und diese auch gut in den Darm abfließen kann, der verhindert, dass Schadstoffe sich zurückstauen oder unnötig über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Gerade die Nieren sind jene Organe, die heutzutage viel zu häufig überlastet werden und dadurch Funktionsverluste zeigen, einfach weil die Entgiftung über die Galle bzw. den Stuhl leider ungenügend funktioniert.

Ein weiterer Bestandteil der Galle, der ebenfalls sehr interessant und relevant ist, ist übrigens das Natrium-Bikarbonat und das Verdauungsenzym namens alkalische Phosphatase. Natrium-Bikarbonat, was wir außerhalb des Körpers auch als Natron kennen, verleiht der Galle seinen alkalischen, sprich basischen pH-Wert. Das ist enorm wichtig, denn nur so kann die Galle den sauren Speisebrei, der aus dem Magen kommt, neutralisieren und verhindern, dass die zarte Dünndarmschleimhaut durch Magensäure verätzt wird und sich dadurch etwa entzündet. Auch sorgt der basische pH-Wert von ca. 8 dafür, dass Verdauungsenzyme, die aus der der Bauchspeicheldrüse in den Dünndarm bzw. Zwölffingerdarm zufließen, aktiviert werden. In einem sauren Milieu würden diese Enzyme gar nicht arbeiten können und die Nahrung bliebe dann größtenteils unverdaut, was erneut zu Verschiebungen der Darmflora, Verdauungsstörungen und Nährstoffmängeln führen würde. Ohne Galle kann die Bauchspeicheldrüse entsprechend ihre Verdauungsfunktion gar nicht nachkommen.

Die Zusammensetzung dieses Zaubersaftes namens Galle muss übrigens immer sehr ausgewogen sein, d.h. sie darf nicht zu viel von dem einen oder zu wenig von dem anderen Bestandteil enthalten. Enthält die Galle z.B. zu viel Cholesterin, zu viel Calcium oder zu viel des Gallenfarbstoffs Bilirubin und dafür zu wenige Gallensalze oder zu wenige Phospholipide, kann es zu Auskristallisationen bzw. der gefürchteten Steinbildung kommen. 

Zu viel Cholesterin und zu wenig Gallensalze enthält die Galle oftmals dann, wenn der Abbau von Cholesterin zu Gallensalzen eingeschränkt ist, so z.B. bei einer erhöhten Leberbelastung oder Leberfunktionsstörungen. Auch Infektionen und Stress können ein wesentlicher Faktor für zu wenige Gallensalze in der Galle sein, denn Toxine von Bakterien können die Gallensäureabgabe blockieren. Stress auf der anderen Seite hat zur Folge, dass Cholesterin bevorzugt zur Bildung von Stresshormonen herangezogen und Cholesterin nicht mehr in Gallensäuren umgewandelt wird. Hinzu kommt, dass unter Stress der Abfluss der Galle immer beeinträchtigt wird, weil sich der Ringmuskel (Sphinkter Oddi) am Ende des Ausführungsgangs des Gallenblasengangs krampfartig anspannt und den Gallengang auf diese Weise verschließt. So wird Galle in die Gallenblase zurückgestaut und die Steinbildung noch weiter begünstigt. 

Auch zu lange Nahrungspausen und sehr fettarme Kost sind unvorteilhaft, weil es auch dann zu einem Anstau der Galle bzw. es zu keiner Entleerung der Gallenblase kommt. Deshalb ist Fasten oder das beliebte Überspringen des Frühstücks bei einer Neigung zu Gallensteinen nicht so wirklich vorteilhaft, weil dadurch die Verweildauer der Galle zunimmt und diese leichter „eintrocknen“ kann. 

Besonders wir Frauen neigen übrigens zu Gallensteinen, weil wir höheren Östrogenspiegel haben, wodurch der Cholesteringehalt der Galle ansteigt und die Gallensalzen dann nicht ausreichen, um das Cholesterin ausreichend in Lösung zu halten. 

Ja, wie dieser umfangreiche und hoffentlich für Sie interessante Beitrag zum Thema Galle zeigt, ist dieser Körpersaft für unsere Gesundheit von großer Bedeutung und ich freue mich drum schon jetzt, Ihnen im nächsten Beitrag wertvolle Tipps zu geben, mit denen Sie ihren Gallefluss deutlich anregen, den Gallefluss verbessern und ihre Leber bei der Produktion dieser Galle effektiv unterstützen können. 

Nadia Beyer

Nadia Beyer

Nadia Beyer, geb. 4.4. 1974, ist Dipl. Oecotrophologin (Justus-Liebig-Universität in Gießen) und leitet die Fachakademie für angewandtes Ernährungswissen Carrots & Coffee College in Hannover. Bis zur Gründung 2008 war sie als Dozentin an verschiedenen Heilpraktikerschulen in Hannover, Osnabrück und Bielefeld tätig und schloss u.a. eine Fortbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin nach den 5 Elementen ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.