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Ausbildungsbericht Teil 6 | Wasser ist Leben!

Ausbildungsbericht Teil 6 | Wasser ist Leben!

Stephannie Stewart Jul 9, 2014 0 980

Wassser-Titel

Leute, den heutigen Beitrag ohne erhobenen Zeigefinger zu schreiben, wird eine echte Herausforderung…!

Ja, es gibt Wochenenden in der Ausbildung, an denen wir alle irgendwie „bedröppelt“ nach Hause gehen. Warum? Weil ein genauer Blick auf die Dinge nicht immer angenehm ist und Wissen eben auch Verantwortung bedeutet. Manchmal will man vielleicht deshalb gar nicht so genau hinsehen und sich irgendwie vorgaukeln, es sei alles nicht so schlimm. Das ist nur menschlich…!

Sicher kennst du eine der Schlüsselszenen im Film “Matrix”, in der Neo von Morpheus vor die Wahl zwischen einer roten und einer blauen Pille gestellt wird. Wählt er die blaue Pille, wacht er in seinem Bett auf und glaubt, das alles sei nur ein böser Traum gewesen. Schluckt er jedoch die rote Pille, öffnen sich seine Augen für die Wahrheit. Unwiderruflich!

Klingt jetzt sehr dramatisch, aber nach dem „Wasser-Wochenende“ ging es mir ein bisschen so. Ich kann jetzt zum Beispiel kein Wasser mehr aus Plastikflaschen trinken und überhaupt hat sich mein (eh schon stark ausgeprägtes) Misstrauen gegen Plastik im Allgemeinen um ein vielfaches verstärkt.

Aber fangen wir mal von vorn an:

Wassser

Fotoquelle Pinterest

Wasser ist ein enorm kostbares Gut. Das wird einem schnell klar, wenn man sich ein paar Zahlen anschaut:

Die Erde besteht zu 71 % aus Wasser, aber bei nur 3 % des Wasseranteils handelt es sich um Süßwasser und nur 0,6 % stehen dem Menschen zur Verfügung. Allen Menschen!

Dass Wasser tatsächlich knapp ist, vergessen wir auf unserem Eckchen der Erde gern, weil es bei uns doch lustig und scheinbar unbegrenzt aus dem Wasserhahn sprudelt. Entsprechend unbedarft gehen wir auch damit um. 46 Liter Wasser rauschen pro Tag und pro Kopf durchschnittlich allein durchs Klo! Zum Vergleich: Fürs Kochen und Trinken brauchen wir täglich nur ca. 3 Liter. Weltweit gesehen liegen wir mit einem täglichen Wasserverbrauch von ca. 150 Liter pro Nase im „guten” Mittelfeld. In Afrika beträgt er ca. 15 Liter und in den USA 600!

Ganz erschreckend wird es, wenn man sich den Wasserverbrauch in der Lebensmittelherstellung ansieht. Zur Herstellung von einem Steak verbraucht man 4.000 (!) Liter Wasser, für einen Schokoriegel 2.000 Liter. Wer sich ein näheres Bild vom eigenen „Wasserfußabdruck“ machen möchte, kann HIER ein paar Fakten nachlesen.

Okay, nun (ein zugegeben abrupter Sprung) zum Trinkwasser. Wieder einmal ein Thema mit vielen Fragen und Missverständnissen:

Fotoquelle: Pinterest

Fotoquelle: Pinterest

 

  • Wie viel Wasser soll ich pro Tag trinken?
  • Ist Leitungswasser tatsächlich das gesündeste Wasser?
  • Muss ich auf die Mineralien im Mineralwasser achten?
  • Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Mineral-, Tafel-, Heil- und Quellwasser?

Zur Trinkwassermenge pro Tag gibt es eine Art „Faustformel“, nämlich 30 – 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Ein paar Infos zu den unterschiedlichen Wasserarten:

Mineralwasser und Quellwasser:

In meiner Vorstellung hat Quellwasser bislang immer besser abgeschnitten als Mineralwasser. Geht dir das auch so? Ich habe mir da in meiner romantischen Naivität eine plätschernde Quelle am Berghang vorgestellt und muss nun (leider) feststellen: Alles Mumpitz!

Beide Wässer stammen aus unterirdischen Wasservorkommen und werden direkt an der Quelle abgefüllt. Und Quelle heißt in diesem Fall nicht zwingend die o. g. natürliche Plätscherquelle. Es gibt auch viele künstlich erschlossene Quellen, bei denen das Wasser durch Bohrungen bis in über 1000 m Tiefe entnommen wird. Gepumptes, “unreifes“ Wasser, das nicht über Jahre von alleine nach oben steigt, hat den Nachteil, dass es radioaktives Uran und Radium enthalten kann. Der grundsätzliche Unterschied beider Wässer liegt darin, dass Mineralwasser amtlich zugelassen werden muss (übrigens als einziges Lebensmittel in Deutschland). Es muss eine gleich bleibende Mineralisierung und Qualität aufweisen. Quellwasser unterliegt zwar auch der Mineral- und Tafelwasserverordnung, darf aber Spuren von Verunreinigung enthalten. Woran du erkennen kannst, ob es sich bei der Herkunft deines Wassers um eine natürliche oder künstlich erschlossene Quelle handelt? Um sicher zu gehen, kann man beim Abfüller direkt nachfragen. Die Wassermarken St. Leonards, Plose oder Lauretana Wasser sind zum Beispiel echte Quellwässer und stammen aus einer natürlichen Quelle.

Heilwasser nennt man ein Mineralwasser, das als freiverkäufliches Arzneimittel zugelassen wurde und es hat einen sehr hohen Mindestmineralstoffgehalt (>1500 mg/Liter). Irrwitzigerweise kann ein- und dasselbe Wasser sowohl als Mineralwasser als auch als Heilwasser im Handel erhältlich sein (Beispiel: St. Gero mit 2470 mg/Liter und Gerolsteiner).

Tafelwasser hat die geringste Qualität, weil es sich dabei um nachgemachtes Mineralwasser handelt (welches nicht amtlich anerkannt werden muss). Man mischt einfach normales Trinkwasser mit salzhaltigem Wasser (Sole oder Meersalz). Es gibt keine staatlichen Anforderungen an Tafelwasser.

Leitungswasser ist nur eine andere Bezeichnung für Trinkwasser. Ein Wasser also, das für den menschlichen Genuss und Gebrauch geeignet ist. Natürlich muss es bestimmte Eigenschaften erfüllen und tatsächlich ist es das am besten kontrollierte Lebensmittel. Jeder von uns kann sich bei den Stadtwerken über die persönliche Wasserqualität vor Ort erkundigen. Klingt super, oder? Leider kann die Qualität aber nur „bis vor die Haustür“ garantiert werden. Eigentlich auch logisch, denn wer weiß schon, welche Rohre in deinem Haus verwendet wurden?! Gerade in Altbauten gibt es vielleicht noch alte Bleirohre und man kann sich vorstellen, dass dadurch die Qualität deutlich leidet und große Probleme für die Gesundheit entstehen können.

Ein viel größeres Problem bei der Trinkwasserbelastung sind jedoch die Medikamentenrückstände, die durch unseren Urin und die Ausscheidungen der Tiere über die Felder ins Wasser gelangen.

Den Urin kriegt man weg (um es mal salopp zu formulieren), die Medikamente sind schon ein deutlich härterer Brocken. Und ganz schlimm sind im Wasser enthaltene Abbauprodukte und Ausdünstungen aus Plastik, in denen unser Wasser heutzutage überwiegend nur noch abgefüllt wird. Diese zeigen östrogene, also hormonelle, Aktivität und haben noch ungeahnte gesundheitliche Folgen für den Menschen und sein sensibles Hormonsystem! Blöderweise tauchen aber genau diese beiden Belastungsträger nicht in den gängigen Wasseranalysen auf bzw. wird das Wasser auf diese geprüft…!

Kann man diesen ganzen Mist denn überhaupt aus dem Leitungswasser filtern?

Ja, man kann! Aber hier kommt jetzt die schlechte Nachricht an alle Brita-Filter-Fans: Dazu braucht es einen teureren Aktivkohle-Pressfilter mit einer sichereren Filterleistung, der nicht verkeimen kann. Zum Beispiel eines dieser Modelle hier, die man auch direkt bei Carrots & Coffee erwerben kann:

 

Wasserfilter (Fotoquelle via Bluaqua)

Fotoquelle: BluAqua

 

Damit kann man tatsächlich 99% aller Schadstoffe UND Medikamentenrückstände rausfiltern.

Der einfachste Weg zu einem gesunden Wasser ist also, Leitungswasser gut und gründlich zu filtern.

Im zweiten Schritt kann man das Wasser noch physikalisch verändern (z. B. durch Verwirbelung/Ultra-Kolloidation mittels eines Kollitors. So einen Kollitor kann man auch über das Café  beziehen und ich empfehle jedem, das Wasser mal zu probieren. Den Unterschied kann man auch schmecken! Außerdem kann man Wasser auch energetisieren (z. B. durch Edelsteine, Symbole oder andere Verfahren). Man kann das Ganze natürlich sehr einfach als “esoterischen Quatsch” abtun, aber wer sich dafür interessiert, kann in diesem Artikel ein paar interssante Informationen dazu nachlesen.

Zum Schluss des Ausbildungswochenendes haben wir noch eine hoch interessante “blinde” Wasserverköstigung gemacht. Nadia hat 11 verschiedene Wassersorten mitgebracht und abgefüllt. Wir haben probiert und sollten raten, um was für ein Wasser es sich dabei handelt.

Wasserverkostung (Fotoquelle: Stephannie Stewart)

Da war wirklich alles dabei und wir haben sehr gestaunt, wie unterschiedlich allein verschiedene Mineralwässer schmecken. Einige waren angenehm mild, andere muffig und wieder andere total “salzig”. Anja konnte sogar herausschmecken, welches der Wassersorten aus einer Plastikflasche stammt. Verblüffend, oder??!

Wir waren uns aber einig, dass die niedrig mineralisierten Wassersorten deutlich besser schmecken.

Die Quintessenz für mich nach diesem Wochenende:

  • Ich werde meinen Wasserverbrauch im Auge behalten!
  • Ich bin froh und glücklich, dass ich sowohl privat als auch im Studio nur noch gefiltertes Wasser verwende.
  • Ich kaufe mir eine Glasflasche zum Wassertransport (eine Alternative zu den herkömmlichen, eher schweren Glasflaschen sind zum Beispiel RETAP-Flaschen, die aus sehr leichtem Borsilikatglas hergestellt werden).

Was hast du persönlich für Erfahrungen mit Wasser? Hast du ein Lieblingswasser und wenn ja, warum? Wir freuen uns über deine Rückmeldung.

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