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Ausbildungsbericht Teil 8 | Das perfekte Frühstück!

Ausbildungsbericht Teil 8 | Das perfekte Frühstück!

Stephannie Stewart Jul 23, 2014 0 347

Titel-Fruehstueck

So, heute geht es thematisch weiter mit dem Thema „Blutzuckerspiegel“ und wie versprochen gucken wir uns heute an, wie sich das Ganze in die Praxis umsetzen lässt.

Am letzten Wochenende habe ich in diesem Zusammenhang das erste Mal vom so genannten „second-meal-effect“ gehört.

Sagt dir das was? Mir bislang nicht, aber die Sache ist verblüffend und beruhigend zugleich (weil es zeigt, dass wir Möglichkeiten haben, die ganze Sache günstig zu beeinflussen).

Was also ist damit gemeint?

 

Je niedriger der glykämische Index und die Gesamtzuckerbelastung bei einer Mahlzeit ist, desto besser reagiert unser Körper bezüglich der Blutzuckerreaktion auf die nachfolgende Mahlzeit.

Ja, richtig gelesen, es ist so einfach: Wir können tatsächlich auf die Stoffwechselreaktionen im Körper einwirken und aktiv den Teufelskreis von „Heißhunger-Süßes-Heißhunger-Süßes“ durchbrechen. Wenn ich morgens zum Beispiel schon blutzuckergünstig frühstücke (also eine Mahlzeit esse, die den Blutzucker nicht rasch und stark in die Höhe treibt), werde ich

a) zum Mittagessen (dem second meal) weniger das Bedürfnis verspüren, jetzt eine Mahlzeit zu verputzen, die meinen Blutzucker stark ansteigen lässt. Mit anderen Worten: Ich greife ebenfalls eher zu einer blutzuckerneutralen Variante! Und

b) würde selbst eine ungünstige Wahl mit Kohlenhydraten (die ja einen hohen glylämischen Index aufweisen), weniger Schaden anrichten bzw. eine geringere blutzuckererhöhende Wirkung zeigen als bei einer vorherigen Mahlzeit, die meinen Blutzucker stark belastet hätte.

Toll, oder???

Interessant ist, dass dieser Effekt nicht nur mit dem Frühstück funktioniert. Nicht nur das Frühstück wirkt sich auf die “Blutzuckerantwort” des Mittagessens aus, sondern auch die letzte Mahlzeit am Abend auf das Frühstück (dann wäre das Frühstück also das „second meal“).

So weit klar, aber wie könnte denn so ein perfektes Frühstück aussehen?

Okay, das Weißbrot mit Marmelade ist nicht so dolle. Die Brezel pur auch nicht….!

Aaaaber, wenn man mal nicht die Finger davon lassen kann, kann man zumindest mit ein paar Tricks das Blutzucker-Chaos abschwächen.

Wie? Indem du gute Fette dazu isst (das verlangsam die Zuckeraufnahme). Das kann ein ordentlicher Schuss Leinöl sein, Butter für die Nicht-Veganer, leckeres Nussmuß oder man knabbert ein paar feine Nüsse einfach dazu. Auch eine Scheibe Vollkornbrot, ein Ei oder ein paar Hülsenfrüchte (wieso nicht mal Linsen zum Frühstück!?) wirken Wunder und blutzuckerstabilisierend.

Wir tun uns ja etwas schwer mit Veränderungen. Ja, okay, ICH tue mich schwer mit Veränderungen – vor allem, wenn es um mein Frühstück geht! Aber in anderen Kulturen ist es völlig normal, morgens warme, herzhafte Gerichte zu essen. Linsen und Reis oder auch mal ein Miso-Süppchen mit Tofo-Einlage. Wer sich jetzt nicht spontan gruselt, sollte es unbedingt mal ausprobieren (und alle anderen vielleicht irgendwann mal? ;)).

Denkt dran: Wir essen nicht, weil wir dies und jenes mögen, sondern wir mögen vielmehr, weil wir es wiederholt essen…

so der Evolutionsbiologe Marvin Harris. Insofern: Es lebe die Konditionierung! Also machen wir sie uns zu Nutze und konditioniert uns neu : )

Aber jetzt mal „Butter bei die Fische“ und her mit den Ideen. Wir haben in der letzten Praxiseinheit tolle Rezepte ausprobiert: Buchweizen-Porridge mit Mohn, Apfel und Zimt, glutenfreie afrikanische Bananenpfannkuchen (Mmmmmmmmmmmmmh!) oder Hirse-Lupinenbrei mit Gemüse (mein persönlicher Superduper-Aha-Moment!). Und auch das folgende Rezept hat uns alle geschmacklich umgehauen. Es ist vegan und ich bin davon überzeugt, dass kaum jemand den Unterschied zu richtigem Rührei schmecken würde (außer, dass diese Variante besser schmeckt ;)):

Foto 1 Foto 3 Foto 5

 

Mediterranes Tofu-Rührei

  • 2 Handvoll Ruccola-Salat waschen und schleudern.
  • 80 g Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
  • 2 Frühlingszwiebeln oder etwas Lauch in Ringe schneiden.
  • 2 Tomaten waschen und würfeln.
  • 6 getrocknete Tomaten klein schneiden.
  • 300 g Tofu mit der Gabel auf einem Teller zerdrücken (oder den Händen zermatschen).
  • 4 EL Sonnenblumenkerne in einer Pfanne anrösten und beiseite stellen.
  • 4 EL Ghee oder Bratöl in einer Pfanne erhitzen und den zerdrückten Tofu darin anbraten.
  • Pilze Frühlingszwiebeln hinzufügen. Mit
  • ½ TL Pfeffer,
  • 1-2 EL Thymian gerebelt sowie
  • 2-3 EL Hefeflocken würzen. Dann die Tomatenwürfel und die getrockneten Tomaten zugeben. Schließlich noch
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 TL Kurkuma und
  • 200 ml Sojasahne unterheben und alles 4 Minuten unter Rühren andünsten.

Abschließend den Ruccola-Salat unterheben und das Tofu-Rührei mit den gerösteten Sonnenblumenkernen bestreuen.

Dazu passt auch super ein getoastetes Vollkornbrot, Butterhirse oder etwas Gemüse.

Lasst es euch schmecken!

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